Sanierung im Haus der Vereine steht an
Viel Arbeit in Pressath

Die Städtebaufördergelder hat die Oberpfälzer Regierung bewilligt. Nun soll baldmöglichst die Sanierung beginnen. Bild: bjp
Politik
Pressath
02.01.2017
96
0

Das Jahr 2017 könnte ein gutes werden für Pressaths Vereine - mindestens für die, die ihre Heimat in den oberen Stockwerken des Vereinshauses haben. Nach demnächst zwei Jahren im Exil zeichnet sich für sie eine Rückkehr ab.

Möglichst bald sollen die Arbeiten in Sachen Brandschutz beginnen, so dass die Vereine ihre Räume wieder beziehen können, die sie im Mai 2015 von heute auf morgen verlassen mussten. Damals hatten Mitarbeiter des Landratsamts bei einer Begehung festgestellt, dass die oberen Stockwerke im Brandfall zur tödlichen Falle werden könnten und den Bau ab Stockwerk eins gesperrt. Acht Vereine verloren so ihre Bleibe.

Damit soll es auf absehbare Zeit vorbei sein. Wann genau? Pressaths amtierender Bürgermeister Max Schwärzer möchte sich hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Schließlich sorge schon das Wetter am Bau für Unwägbarkeiten. "Aber spätestens zu ihren Weihnachtsfeiern sollen alle Verein zurück in ihren Räumen sein", sagt der CSU-Politiker. 600 000 Euro kostet die Sanierung, etwa die Hälfte muss die Stadt selbst zahlen. Dazu kommt der Generationen-Spielplatz vor dem Vereinshaus.

Diese außerplanmäßigen Ausgaben treffen wiederum einen anderen Verein: den Heimatpflegebund. Der mahnt schon länger, dass am Haus der Heimat Handlungsbedarf bestehe. "Wir sprechen von einem repräsentativen Gebäude, mit dem die Stadt ja auch wirbt", sagt der Vorsitzende Josef Neuber. Es stehe der Stadt nicht gut zu Gesicht, dass man den schlechten Zustand des Hauses schon beim Betreten riechen kann. Neben den Sanitäranlagen, braucht der Bau neue Fenster. Der marode Außenputz ist für Neuber eher Nebensache.

Drängender sei dagegen der Brandschutz, denn der ist auch im Haus der Heimat mangelhaft. Unter deutlich weniger Anteilnahme als im Vereinshaus wurde auch hier das obere Stockwerk für Gruppen geschlossen. Die Dokumentation zur Geschichte der Landwirtschaft ist damit nicht mehr zugänglich. Zweiter Bürgermeister Schwärzer kennt den Handlungsbedarf, wirbt aber gleichzeitig um Verständnis. "Das Haus der Vereine hat einfach Vorrang. Es wird von den Pressathern viel stärker in Anspruch genommen."

Dies weiß Neuber, er wolle auch nicht falsch verstanden werden: "Natürlich geht das Vereinshaus vor, schon wegen der Bedeutung, die ihm bei Bürgerfest und Weihnachtsmarkt zukommt." Er möchte nur, dass nicht vergessen wird, dass es danach noch mehr zu tun gibt. Max Schwärzer verspricht, dies wird nicht passieren. Allerdings weist er auch darauf hin, dass vor dem Haus der Vereine eine weitere Baustelle Priorität hat. Auch bei der Schule ist ein neues Sicherheits- und Brandschutzkonzept fällig. Daran werde derzeit geplant.

Nach dem Haus der Vereine soll in der Wollauer Straße die Arbeit erledigt werden. Schwärzer muss den Heimatbund deshalb um Geduld bitten. Vor 2019/2020 wird es mit einer Sanierung im Haus der Heimat wohl nichts werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.