12.03.2018 - 20:00 Uhr
Pressath

Sitzung des Stadtrats Pressath Geldfluss abdrehen

Der Dreh am Wasserhahn spült kein Geld mehr in die Stadtkasse: Für die Jahre 2018 bis 2021 bleibt es bei einem Trinkwasserpreis von 1,34 Euro je Kubikmeter. Dies ergibt sich aus einer detaillierten Kalkulation des Kommunalen Prüfungsverbands, die Kämmerer Christian Kreuzer in der Stadtratssitzung vorträgt.

Keine Experimente: Im vertrauten "erdigen" Farbton wird sich das Haus der Vereine auch nach der Renovierung präsentieren. Der Stadtrat gibt dabei der Variante mit gelblich-braunen Fenstereinfassungen den Vorzug (unteres Bild). Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Auch die Grundgebühr ändert sich nicht. Auf Kontinuität setzen die Räte zudem beim äußeren Erscheinungsbild des Bürgermeister-Hans-Ficker-Vereinshauses: Einstimmig folgten sie einem Vorschlag des Architekten Günther Lenk, die Fassade des früheren Knabenschulhauses, das zurzeit saniert wird, wieder in "erdigen" gelblich-braunen Farbtönen zu streichen, die auch am besten zu den Sandsteinsockeln und zum roten Ziegeldach passen.

Für die Fensterumrahmungen (Faschen) und die in Glattputz ausgeführten Fassadenteile ist dabei ein etwas hellerer Ton vorgesehen als für die Rauputzflächen. "Das äußere Bild des Hauses soll möglichst bleiben, wie es war", brachte SPD-Sprecher Franz Floth die Meinung des Kollegiums auf den Punkt. Nicht anfreunden konnte sich der Stadtrat mit einer von Lenk zur Diskussion gestellten Fassadengestaltung in Rot- oder Grüntönen. Auch sollen die "Faschen" nicht weiß gestrichen werden, da dies die weißen Kunststofffensterrahmen scheinbar unproportional verbreitern würde.

Günther Lenk ließ anklingen, dass auch er die vom Rat gewählte farbliche Gestaltung favorisiere: "Das Gebäude erhält damit ein würdiges und unaufdringliches Erscheinungsbild, das auf lange Sicht Gefallen finden wird." Bürgermeister Werner Walberer kündigte an, dass in der Woche nach Ostern die Fassadenarbeiten am Vereinshaus beginnen sollen. Als erstes werden einige Verputzschäden ausgebessert.

Einleiten kann die Stadtverwaltung ferner das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Erstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für die Photovoltaikanlage "Troschelhammer-Lohe" südwestlich des Ortes. Auf der rund 0,9 Hektar großen Fläche will das Regensburger Unternehmen Voltgrün laut Co-Geschäftsführer Toni Frank eine Solarstromanlage mit 2650 Modulen und einer Gesamtleistung von 750 Kilowatt errichten.

Die Rahmenbedingungen seien insoweit günstig, als das Areal "völlig in bestehende Gehölzbestände eingebunden" und insoweit abgeschirmt sei, führte Landschaftsarchitekt Gottfried Blank aus. Das Landschaftsbild werde daher kaum beeinträchtigt. Zudem sei das Grundstück schon früher gewerblich für ein Asphaltmischwerk genutzt worden und sei als "vorbelastete" Konversionsfläche ohne landwirtschaftliche Bedeutung besonders geeignet für die angestrebte Neunutzung.

Eine etwa 2000 Quadratmeter große Ausgleichsfläche müsse gleichwohl gestellt werden, informierte Blank. "Eine solche Fläche wurde in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde bereits ausgewählt." Als Maximalhöhe der Module seien drei Meter vorgesehen, als Höchstbetriebsdauer 30 Jahre. Als Nächstes wird die Stadtverwaltung im Zuge der "frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung" gutachtliche Äußerungen von Fachstellen einholen, außerdem können Bürger demnächst im Rathaus die Pläne einsehen und Stellungnahmen dazu abgeben.

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