Freizeitsee Dießfurt
Naht die letzte Badesaison

Ist in einem Jahr auch Baden und Betreten verboten? 2017 läuft der Pachtvertrag aus, vieles spricht dafür, dass die Stadt Pressath den Freizeitsee nicht vom Staatsforst kauft. Was dann passiert, ist unklar. Bild: gsb
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Pressath
30.12.2016
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Am 31. Januar soll die Entscheidung zum Freizeitsee Dießfurt fallen. Viel spricht dafür, dass die Kiesweiher dann nicht mehr zum Baden sind - jedenfalls nicht unter Regie der Stadt Pressath.

Der Staatsforst lässt die Stadt warten: Im Herbst wollte die AG einen Preis für das Areal um den Dießfurter Freizeitsee nennen. "Wir warten noch immer", erklärt der amtierende Bürgermeister, Max Schwärzer am Donnerstag. Derzeit hat die Stadt das Gelände von der AG gepachtet, der Vertrag läuft Ende 2017 aus. Immerhin kann der Stellvertreter von Werner Walberer ein neues Datum eine Entscheidung nennen: Am 31. Januar ist ein Termin in München angesetzt. "Ich gehe davon aus, dass wir dann ein Angebot erhalten."

Schwärzer macht kein Geheimnis daraus, dass er nicht mit einem Schnäppchen rechnet. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass der Staatsforst für das Gelände mehr will als den symbolischen Betrag, den Bürgermeister und Stadtrat für angemessen halten. "Unter anderem sollen wir auch für Jagd- und Fischereirechte bezahlen", erklärt Schwärzer. Wie zuvor auch Werner Walberer tendiert Schwärzer dazu, den Pachtvertrag dann Ende 2017 regulär auslaufen zu lassen. Dann würde die Bewirtschaftung des Weihers an die Staatsforsten AG zurückfallen.

Ob es dann über 2017 hinaus legale Bademöglichkeit gibt, kann Schwärzer nicht sagen, das liege dann ausschließlich beim Staatsforst. Und von dem Betrieb mit Sitz in Regensburg war am Donnerstag keine Auskunft zu erhalten, ob es für diesen Fall Pläne gibt. Was aus den drei Seen und dem Gelände drumherum wird, wenn die Stadt es nicht kauft, ist damit offen. Klar ist nur, dass im kommenden Jahr der Kiesabbau wohl endgültig zu Ende geht.

So oder so, Max Schwärzer fände es schade, wenn der Deal mit der Stadt nicht zustande käme. Denn eigentlich könnte das Areal für die Kommune sehr wohl ein Attraktion und ein Anziehungspunkt sein. Allerdings müsste dafür noch einiges Geld in die Hand genommen werden, denn derzeit sei der See vor allem ein Kostenfaktor. Im vergangen Jahr habe alleine die Müllentsorgung 10 000 Euro an Kosten für die Stadt verursacht. "Und da waren die Personalkosten noch gar nicht drin."

Würde das Areal der Stadt gehören, könnte sie damit anfangen, es zu entwickeln. Selbst wenn dabei als Ergebnis nicht das einst erträumte Sternehotel stehen würde - schon für eine einfache Bewirtschaftung müsste Pressath neues Geld in die Hand nehmen. "Es ist ja nicht so, dass die Investoren nur darauf warten, dort etwas hochzuziehen", erklärt Schwärzer. Bevor man überhaupt nach Geldgebern Ausschau hält, müsste das Areal erschlossen werden. Schon dafür wäre einiges Geld nötig. Aus diesem Grund könne es die Stadt nicht verantworten, für den Grunderwerb tief in die Tasche zu greifen. Für das Verhalten des Staatsforst hat Schwärzer einerseits Verständnis, der könne schließlich den Grund nicht deutlich unter dem ermittelten Wert abgeben. Andererseits habe die Staatsforst AG an dem Gelände schon durch den Kiesabbau eine ganze Menge verdient. "Vielleicht hätte man die Folgenutzung schon dabei einpreisen können."
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