22.03.2018 - 20:00 Uhr
Pressath

Gottesdienst zum Misereorsonntag in Burkhardsreuth Kleine Gesten ziehen Kreise

"Heute schon die Welt verändert?" Das Motto der Misereor-Fastenaktion 2018 will provozieren und Maßstäbe neu eichen. Denn Christsein im Sinne des Evangeliums ist mehr als nur Frommsein.

In einem "Predigtgespräch" betonen Anna Laugensteiner, Stefanie Groß, Sebastian Reiß, Alexander Wolf und Tobias Wolf (von links), dass jeder daran mitwirken könne, die Welt zu verändern. Wert und Sinn des Christentums als "Religion der Tat" veranschaulicht das aus "Tat-Bausteinen" errichtete Kreuz. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Burkhardsreuth. "Wir sind gerufen, uns mutig und entschlossen für das Leben einzusetzen, wo immer es mit Füßen getreten wird, um im Bund mit Gott als Einzelne, Gemeinden, Völker und Gemeinschaft aller Menschen diese Welt zu einem Ort des Lebens in Fülle zu wandeln" - daran erinnerte die Katholische Landjugend Burkhardsreuth in dem von ihr mitgestalteten Gottesdienst zum Misereorsonntag.

Dass dabei "Bangemachen nicht gilt", bekräftigten Stefanie Groß, Anna Laugensteiner, Sebastian Reiß, Alexander Wolf und Tobias Wolf in dem von Regina Hey und Eva Mayrhofer-Dötsch verfassten "Predigtgespräch". So begrenzt die Kräfte des Einzelnen auch seien, könne doch jeder "seinen Beitrag leisten, dass die Welt ein wenig besser wird": durch Ehrlichkeit und verständnisvollen Respekt gegenüber den Mitmenschen, Empathie für Arme und Ausgegrenzte, aber auch durch bewusst umwelt- und ressourcenschonendes Verhalten und durch Spenden für Organisationen, die durch ihre personellen und technischen Mittel humanitäre Hilfe im "größeren Maßstab" leisten können.

"Die Welt fängt bei jedem von uns an, und viele Einzelne können gemeinsam viel bewegen, verändern und verbessern. Ich kann durch mein Verhalten Frieden oder Unfrieden in meinem Umfeld schaffen, und somit zieht mein Verhalten Kreise", ermunterten die Jugendlichen die Gemeinde. Aus "Bausteinen", die mit Stichwörtern zu den einzelnen "Tataufrufen" beschriftet waren, setzten sie ein Kreuz als Sinnbild eines "Christentums der Tat" zusammen und entzündeten je eine Kerze als Zeichen für Leben und Begeisterung. In den Fürbitten bat die Gruppe um das Gebet für die Menschen im diesjährigen Misereor-Blickpunkt-Land Indien und um Gottes Beistand, dass "unser Tun fruchtbar werde für die Wandlung der Welt". Gottes Segen für "die Bemühungen um Völkerverständigung und Dialog" erbat Pfarrer Edmund Prechtl im Schlusssegen. Die musikalische Begleitung der Messe übernahmen auch diesmal Organistin Susanne Kocbek und mehrere Jugendgruppenmitglieder.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.