09.04.2018 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Heimatpflegebund Pressath zieht Bilanz Mit Herzblut für Heimatgeschichte

Kleine Denkmale und großes Jubiläum, Hinterhöfe und Bilderberge: An Arbeit mangelt es dem Heimatpflegebund Pressath in den zurückliegenden zwölf Monaten nicht. Mit vielen neuen Mitstreitern könnte es da einfacher werden.

Geschichte ist gefragt: Das bezeugt das Wachstum des Heimatpflegebunds, von dem Vorsitzender Josef Neuber (stehend) berichtete. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

In seinem fast zwanzigminütigen Rückblick zog Josef Neuber, Vorsitzender des Heimatpflegebunds Pressath, bei der Hauptversammlung im Café Schwärzer eine zufriedenstellende Jahresbilanz. Größte Herausforderung sei die Bezirkstagung der Flur- und Kleindenkmalsforscher gewesen, erinnerte sich Neuber: "Konzeption und Leitung lagen in den Händen von Eckhard Bodner, viele Mitglieder haben Kuchen gespendet, und man hat allgemein nur lobende Worte gehört."

Mitgetragen habe der Verein außerdem die unerwartet gut besuchte Feierstunde der Stadt zum 700. Jahrestag der erstmaligen Erwähnung Pressaths als Marktgemeinde, den Unterhaltungsabend des städtischen Seniorenbeauftragten "Mit Musik in den Herbst" und den "Tag der Hinterhöfe" des SPD-Ortsvereins. An dieser von Barbara Zankl geleiteten Erwanderung wenig bekannter Winkel der Stadt hätten 80 Personen teilgenommen, darunter Bundestagsabgeordneter Ulrich Grötsch: "Er und noch mehrere weitere Teilnehmer haben sich spontan zum Beitritt in unseren Verein entschlossen." Besuchermagnet des Hauses der Heimat sei die von Barbara Zankl und Waltraud Slama "mit Herzblut" vorbereitete Ausstellung "Vom Straps bis zum Indianer" über das frühere Kaufhaus Sattler-Waldmann gewesen.

Nach wie vor arbeiteten Barbara Zankl und einige Mitstreiterinnen an der Sortierung des dem Verein überlassenen Bilderfundus der verstorbenen Fotografin Therese Mayer. Im "Stadtgeschichte"-Ausstellungsraum habe man eine Zeittafel angebracht, die vollständige Umsetzung des von Ursula Wiechert erarbeiteten Raumkonzepts werde sich aber noch hinziehen. Für dieses Jahr planen Barbara Zankl und Waltraud Slama eine Sonderausstellung mit "verborgenen Schätzen aus Truhen und Kisten". Für 15. Juli sei der Museumsfrühschoppen, für 4. August eine Exkursion zu den Trenck-Festspielen in Waldmünchen vorgemerkt.

In Absprache mit Kreisheimatpflegerin Leonore Böhm wolle der Heimatpflegebund die Lichtsäule beim Gräberfeld am Marterrangen reparieren und eine Schautafel aufstellen. Dank sagte der Vorsitzende dem Burschenverein, dem FC Hirtweiher, der Raiffeisenbank, der Sparkasse und der Firma Lippert für deren Spenden sowie der Stadt für ihre vielfältige Unterstützung. Einstimmig nahmen die Mitglieder die von Josef Neuber erläuterten Satzungsänderungen an, mit denen die "Vereinsverfassung" an geänderte Rechtsvorschriften angepasst wird.

Glanzlichter will Robert Neuber setzen: Der Videoproduzent und Sohn des Vereinsvorsitzenden, der bereits Dokumentationen für die Museen in Eschenbach und Grafenwöhr erstellt hat, schlug vor, dies auch für das Haus der Heimat zu tun, wobei Filmaufnahmen von Zeitzeugeninterviews im Mittelpunkt stehen sollen. Einzelheiten sollen im Vorstand besprochen werden.

Baldmöglichst Sanierung

Dank 17 Neueintritten sei der Mitgliederstamm des Heimatpflegebunds Pressath und Umgebung auf 205 gewachsen, berichtete Vorsitzender Josef Neuber. Auch kündigte er an, im kommenden Jahr nicht wieder zu kandidieren. Bürgermeister Werner Walberer sagte dem Verein zu, dass die Stadt die Renovierung des Hauses der Heimat so bald wie möglich angehen werde. Die Kommune wisse, dass das Mauerwerk, die Sanitäranlagen, Brandschutzvorkehrungen und Türen im alten Mädchenschulhaus sanierungsbedürftig seien: "Aber zurzeit nimmt uns noch die Sanierung des Hauses der Vereine und der Grund- und Mittelschule in Anspruch. Wenn dies abgeschlossen ist, wird das Haus der Heimat das nächste Renovierungsvorhaben sein, denn die Stadt weiß die auch für künftige Generationen wichtige dokumentierende Arbeit des Heimatpflegebunds zu schätzen." Schließlich erinnerte Walberer an den 175. Jahrestag der Stadterhebung in zwei Jahren. Stadt und Vereine sollten schon heuer mit den Vorbereitungen für ein würdiges Festjahr beginnen. (bjp)

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