03.04.2018 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Jagdgenossenschaft verlängert mit Norbert Ferstl Feinde in der Luft und am Boden

Dießfurt. Es geht weiter: Die Jagdgenossenschaft Dießfurt-Troschelhammer verlängerte in der nichtöffentlichen Versammlung den Pachtvertrag mit dem bisherigen Pächter Norbert Ferstl um weitere neun Jahre. Freude bei den Jagdgenossen und dem Pächter, auch wenn der Kormoran in der Luft und der Biber am Boden im Jagdgebiet entlang der Haidenaab große Probleme bereiten.

von Autor WHWProfil

Jagdvorsteher Reinhold Farmbauer trug den zwischen der Genossenschaft und dem Jagdpächter ausgehandelten Vertrag vor. Änderungen bei der Jagdpacht oder beim Wildverbiss wurden für das 358 Hektar große Gebiet neu geregelt. Die 22 anwesenden Grundstücksbesitzer stimmten nach einer Aussprache dem Antrag zu, die auslaufende Pachtzeit bis 2027 zu verlängern. "Die Zusammenarbeit und das Verhältnis zu Pächter Norbert Ferstl, dessen Mitjägern, den Genossen und den Vorständen sind tadellos", resümierte Farmbauer.

Plus in Kasse

Die entstandenen Wildschäden beseitige der Pächter im vergangenem Jahr selbst, so dass die Genossenschaft dafür kein Geld verwenden musste und dadurch ein kleiner Überschuss entstand. Die Schäden durch Schwarzwild werden noch zunehmen, ist sich Pächter Ferstl sicher. Christian Ferstl sowie die Mitjägern Albert Panzer und Phillip Brüderer unterstützen ihn. Ferstl findet es schade, dass mit Xaver Schraml sein Vorgänger als Pächter der Dießfurter Jagd aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden wird. Er habe von ihm ein gepflegtes Jagdgebiet übernommen und wisse die gewissenhafte Arbeit Schramls sehr zu schätzen. In all den Jahren herrschte ein sehr harmonisches Verhältnis.

Neben dem Biber, für den im Jagdgebiet Abfang- sowie Abschussgenehmigungen vorliegen, bereitet der Kormoran als Jäger aus der Luft große Sorgen. In der Haidenaab sind durch die schwarzen Wasservögel, von denen mehr als zwanzig der Jagd zum Opfer fielen, keine Fische mehr vorzufinden, stellte Ferstl fest. Aufgestellte Biberfallen werden durch Anwohner manipuliert, so dass hier wenig Erfolg verzeichnet werden konnte. Die Fischereivereine aus Weiden und Fürth lobten das engagierte und gewissenhafte Vorgehen von Ferstl bei der Schädlingsbekämpfung an den Gewässern und sicherten weiterhin ihre Unterstützung zu.

Keine Erleichterung

Bürgermeister Werner Walberer ist sich sicher, dass mit Norbert Ferstl der richtige Mann für den Schutz der Pflanzen- und Tierwelt bestätigt wurde. Für den Hegering sprach Albert Butscher. Die vielen Wasserflächen rund um Dießfurt und Troschelhammer machen die Jagd nicht leichter, daher ist es erfreulich, dass auch die Fischereivereine gut mitarbeiten. Zum Abschluss der Versammlung im Feuerwehrhaus Troschelhammer gab es für die Jagdgenossen vom Jagdpächter einen Entenbraten.

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