14.03.2018 - 20:00 Uhr
Pressath

Jagdpachtschilling für Wegebau Pressather als Vorbilder

Es bleibt dabei: Der Jagdpachtschilling wird wie schon seit Jahrzehnten nicht an die Jagdgenossen ausgezahlt, sondern für den Wegebau verwendet. Die Entscheidung fällt ohne große Diskussionen und einstimmig.

Jagdvorsteher Rudolf Deglmann (rechts) zog bei der Jahreshauptversammlung der Pressather Jagdgenossen Bilanz. Balduin Schönberger war Gastredner zum Thema "Wildlebensraum" (Bericht folgt). Bild: is
von Autor ISProfil

Jagdvorsteher Rudolf Deglmann rief in der Gastwirtschaft Heining den Pressather Jagdgenossen das Jahr 2017 in Erinnerung. Im Hinblick auf die im Jahr 2019 anstehende Neuvergabe der vier Pressather Jagdreviere fand bereits ein Gespräch mit den Revierpächtern statt, gab Deglmann bekannt. Außerdem werde in Kürze das Verbissgutachten für das Jahr 2018 mitgeteilt.

Im Hinblick auf Wegebaumaßnahmen meinte der Jagdvorsteher, dass "a bisserl wos gmacht worn is". Allerdings sollten heuer Wege im Bereich zwischen Riggau und der "Lanz" sowie ein Wegestück in der "Scheibe" und ein Teil des Weges zwischen der Wollauer Straße und der Winterleitenstraße in Angriff genommen werden. Mit dem Dank an die Mitglieder des Vorstands, die Jagdgenossen, die Pächter und die Stadt beendete Deglmann seine Ausführungen.

Kommissarischer Schriftführer

Kassenverwalter Anton Murr legte eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2017 vor. "Die Pachtzahlungen sind fristgerecht eingegangen", betonte er. Bedauerlich sei, dass keine Zinsen mehr in den Einnahmen auftauchen, obwohl die Genossenschaft finanziell gut dastehe. Sein Zahlenwerk bestätigten die Kassenprüfer Manfred Ficker und Erwin Deglmann.

Schriftführer Karl Rodler, der seit 1994 dieses Amt ausübt, hat vor kurzem aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Da im kommenden Jahr turnusmäßig die Neuwahlen des Vorstands anstehen, waren sich die Jagdgenossen einig, dass Vorsitzender Rudolf Deglmann die Arbeit des Schriftführers kommissarisch für ein Jahr übernimmt.

Straßen "helfen" mit

Übereinstimmend erklärten die Pächter der vier Reviere das gute Verhältnis mit den Jagdgenossen. Auftretende kleine Schwierigkeiten seien ohne lange Diskussionen beseitigt worden, und es herrsche ein gutes Verhältnis untereinander. Für das Revier Pressath I berichtete Stefan Grafberger von einem ruhigen Jagdjahr. Der Rehwildabschuss sei erfüllt worden, auch wenn die Bundesstraßen 299 und 470 unabsichtlich dazu "beigetragen" hätten. Grafberger regte an, entlang dieser beiden Straße im Hinblick auf die Wildwechsel ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde einzuführen.

Für das Revier Pressath II (Frögau) zeichnete Günter Habelitz ein ähnliches Bild. Auch dort habe die Straße beim Abschussplan "mitgeholfen". Kein großes Problem waren die Wildschweine, von denen wir "a paar gschossn hom", erklärte der Jäger.

Fritz Dippl, Pächter des Reviers Pressath III, gab bekannt, dass neben Rehwild auch 7 Füchse, 7 Kormorane, 3 Steinmarder und 2 Hermeline erlegt wurden. "Bei uns ist alles ruhig und friedlich verlaufen", freute sich Dippl. Martin Heidenblut, Pächter des Reviers Pressath IV (Bürgerwald), lobte die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten und Grundstücksbesitzern.

Ohne lange Diskussion beschlossen die Jagdgenossen, Michael Hösl aus Pressath und Stefan Götzl aus Grafenwöhr als Mitpächter im Revier Pressath II (Frögau) zu akzeptieren.

Bürgermeister Werner Walberer freute sich, dass der Jagdpachtschilling wieder für den Wegebau verwendet wird. "Das ist ein Vorteil für alle, und die Pressather gehen hier mit gutem Beispiel voran", betonte er. In die gleiche Kerbe schlug auch der Leiter der Hegegemeinschaft, Albert Butscher, der allen Jägern der Genossenschaft ein "Weidmannsheil" für die Zukunft wünschte.

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