09.03.2018 - 15:44 Uhr
Pressath

Jahreshauptversammlung der FFW Pressath Wenn es ernst wird

Jeder Einsatz ist für die Kameraden der Pressather Feuerwehr eine Gefahr für das eigene Leben. Dazu gehören auch zwei Einsätze aus dem vergangenem Jahr, von denen Andreas Argauer in der Jahreshauptversammlung berichtet.

Die neuen Jugendwarte der Feuerwehr Pressath: Severin Schmelcher (links) und Julius Pfleger. Bild: is
von Autor ISProfil

Der Leiter der Abteilung Atemschutz der Feuerwehr Pressath, Andreas Argauer, erinnerte in seinem Rückblick an zwei ernste Einsätze der Atemschutzgeräteträger. Einmal musste die Truppe wegen eines Dachstuhlbrands in Pressath ausrücken, einmal stand ein Gartenhaus in Weihersberg in Flammen. Und jedes Mal hätten sie enorme Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt, lobte Argauer.

Acht Mann seien 160 Minuten in Aktion gewesen. Die 20 ausgebildeten Geräteträger waren darüber hinaus bei Übungen etwa 27 Stunden mit den Sauerstoffflaschen unterwegs gewesen. Der Leiter ging auch auf Übungen der Wehr ein. So waren bei einer Übung im heimischen Feuerwehrhaus drei Trupps je 30 Minuten im Einsatz. 17 Geräteträger besuchten das Atemschutzzentrum in Neuhaus. Dabei konnten sechs Teilnehmer in einer Flashbox (Gasbetriebener Container) das richtige Verhalten mit Pressluftatmern und Hohlstrahlrohren erlernen und anschließend in die Praxis umsetzen.

Argauer war erfreut, dass Thomas Ermer den Lehrgang "Atemschutzgerätewart" an der Feuerwehrschule in Regensburg erfolgreich absolviert hat. Nachdem sich im April 2017 herausgestellt hat, dass das Atemschutzzentrum in Neuhaus noch nicht optimal genutzt werden kann, war die Feuerwehr Pressath bereit, auf Kreisebene wieder Lehrgänge im eigenen Gerätehaus abzuhalten. Dabei bewährte sich das Team mit den Ausbildern Jürgen Knöfel, Stephan Fahrnbauer, Andreas Argauer und Thomas Ermer bestens.

Für Stephan Fahrnbauer war dies nach mehr als 25 Jahren als Ausbilder der letzte Lehrgang. Auf die Wartung der Geräte eingehend, gab Argauer bekannt, dass Wartungsarbeiten für die Feuerwehren Schwarzenbach, Burkhardsreuth, Vorbach, Neustadt am Kulm, Friedersreuth, Dießfurt und Pressath vorgenommen werden. Es handle sich dabei um je 220 Masken, Pressluftatmer und Flaschen. Der neue Jugendwart Julius Pfleger gab bekannt, dass sich wieder drei Jugendliche der Feuerwehr angeschlossen haben. Mustafa Eyzeytun, Sebastian Schmelcher und Felix Böhm gehören nun dazu. Die Jugendgruppe trifft sich an jedem zweiten Mittwoch und investiert viel Zeit in die Vorbereitungen für Abzeichen und Leistungsprüfungen. Er erinnerte an den Berufsfeuerwehrtag - das Highlight im vergangenen Jahr. "Wir haben damals durch zahlreiche Übungen die nötigen Praxiserfahrungen für den Einstieg in die aktive Wehr vermittelt bekommen", unterstrich er.

Für den Spielmannszug der Feuerwehr legte Hans Graser seinen Bericht vor. Zurzeit bestehe der Musikzug aus 40 Mitgliedern, von denen 24 im Spielbetrieb seien und 16 in Ausbildung. An Einsätzen waren im Jahr 2017 neun Ständchen, fünf Vorstandssitzungen, drei Kirchenzüge und ein Festbesuch zu verzeichnen. Graser gab bekannt, dass es heuer wieder ein Zeltlager gibt, das in Pullenreuth stattfindet.

Bürgermeister Werner Walberer und Stadtpfarrer Edmund Prechtl dankten den Männern für ihre vorbildliche Arbeit. Kreisbrandmeister Jürgen Haider betonte, dass die Pressather Wehr im Landkreis hoch angesehen ist.

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