06.11.2017 - 18:02 Uhr
PressathOberpfalz

Kolpingfamilie Pressath erkundet Burg Falkenberg Historik auf der Spur

Alte Gemäuer, historische Räume und mittelalterliche Atmosphäre: Die Mitglieder der Kolpingfamilie erkunden die sanierte Burg Falkenberg. Eineinhalb Stunden führt Bürgermeister Herbert Bauer die Gäste aus Pressath durch das imposante Bauwerk.

Geschichte hautnah: Mitglieder der Kolpingfamilie erkunden die imposante und sanierte Burg Falkenberg. Bild: nn
von Autor NNProfil

Im Jahr 1154 wurde es zum ersten mal urkundlich erwähnt. In den 863 zurückliegenden Jahren hatte die mächtige Burg mehrmals den Besitzer gewechselt, bis sie der Markt Falkenberg 2009 aus einem Privatbesitz kaufen konnte.

Beim Rundgang durch die alten Räume, die in sechsjähriger Bauzeit mit Millionenaufwand prächtig und stilgerecht renoviert worden waren, kamen die 25 Besucher kaum aus dem Staunen heraus. Seit zwei Jahren erstrahlt die Burg in neuem Glanz und zieht Gäste aus nah und fern an. Ein großer Teil der restaurierten Räume beherbergt ein Museum. Während der Führung erfuhren die Pressather vieles über die Geschichte des Bauwerks. So ist ein Raum dem Grafen Friedrich Werner von der Schulenburg gewidmet. Sein Name ist daher eng mit der Burg verbunden und nicht wegzudenken.

Schulenburg war ein bedeutender Diplomat während der Kaiserzeit - sowohl in der Weimarer Republik als auch später im Deutschen Reich. Er hatte im Jahr 1936 das Bauwerk als Ruine vom Bayerischen Staat gekauft und bis 1939 wieder aufgebaut. Im Zusammenhang mit dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Schulenburg am 10. November 1944 hingerichtet. Ein Film brachte den Besuchern anschließend das Leben des umgänglichen Grafen, der eigentlich auf seiner Burg den Lebensabend verbringen wollte, näher.

Die Burg beherbergt heute Räume für kulturelle und gastronomische Veranstaltungen, Seminare und Konferenzen, ein kleines Hotel mit acht Doppelzimmern sowie ein viel genutztes Trauungszimmer. Für einen barrierefreien Zugang wurde ein zwanzig Meter hoher Schacht für einen Aufzug samt Treppenhaus in den Felsen gesprengt. Außerdem wurde ein Bauernhaus am Fuße der Burg zu einem Tagungszentrum mit über 130 Plätzen umgebaut.

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