Landtagsabgeordnete Anette Karl informiert sich im Gasthof Weyh
Mittelstand und Kleine stärken

Für mittelständische Unternehmen interessierte sich SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl (hinten, rechts) in Pressath. Mit im Bild (im Uhrzeigersinn): SPD-Fraktionssprecher Franz Floth (ganz rechts), Ortsvorsitzende Sabine Eichermüller, Max Weyh, Stadtrat Christian Mörtl und Bürgermeister Werner Walberer. Bild: bjp
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Pressath
18.05.2017
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Als wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion legt Annette Karl erklärtermaßen Wert auf den Kontakt zu mittelständischen Unternehmen: "Gerade sie sind es, die in ländlichen Gegenden das Wirtschaftsleben stützen", unterstrich sie bei einem Termin im Gasthof Weyh.

Inhaber Max Weyh wusste das Interesse der Politikerin zu schätzen: "Wir Mittelständler haben manchmal das Gefühl, dass man meint, uns nicht mehr zu brauchen." Sechs oder sieben Mitarbeiter, denen ein kleines Unternehmen eine Lebensgrundlage biete, zählten scheinbar nichts im Vergleich zu Konzernen. Eine Folge dieser Entwicklung sei, dass mittelständische Metzgereien oder Bäckereien vor dem Aus stünden, weil der Ansporn fehle, elterliche Betriebe zu übernehmen.

Belastend wirke sich auch die Bürokratie aus. Diese Probleme seien ihr bewusst, entgegnete Karl. Investitionen, vorrangig solche im ländlichen Raum, sollten unbürokratisch gefördert werden. Ein Vorbild sei das "Digitalbonus-Programm", das in einem entbürokratisierten Verfahren Zuschüsse und Darlehen für kleine und mittlere Firmen gewährt. SPD-Stadtrat Franz Floth ergänzte, dass auch den Kommunen Spielraum gewährt werden sollte, kleineren Firmen unter die Arme zu greifen: "Bislang sind uns die Hände gebunden."

Nicht minder wichtig ist nach Annette Karls Überzeugung, das Qualitätsbewusstsein der Bevölkerung neu zu schärfen, wovon vornehmlich der Mittelstand profitieren würde. Hierin wusste sie sich mit Max Weyh einig, der das zwiespältige Verhalten vieler Verbraucher beklagte: "Sie erwarten, dass der Mittelstand Arbeitsplätze schafft. Aber statt etwa Fleisch und Wurst bei örtlichen Metzgern zu kaufen, konsumieren sie billigere Industrieware." Keine Anlässe zu Klagen sind für Weyh Mindestlohn und Arbeitsschutzgesetz: "Das wirft für uns keine Probleme auf."
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