Markus Engelstaedter und Bernd Meyer in Pressath zu Gast
Musikalisches Heimspiel

Markus Engelstaedter (links) und Bernd Meyer verwandelten die Pressather Vestn in einen Konzertsaal. Bild: stg
Vermischtes
Pressath
07.12.2016
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Es gibt sie also doch noch: Die gelungene Cover-Version von Leonard Cohens "Halleluja". Jene Variante, die aus dem Kosmos der misslungenen Adaptionen hell heraussticht. Zu hören war sie beim Adventskonzert von Sänger Markus Engelstaedter und Pianist Bernd Meyer auf der Vestn in Pressath.

Sehr balladesk und auch ein Stück weit rockig wurde es an diesem Abend: Markus Engelstaedter am Mikrofon interpretierte große Songs von großen Künstlern - von Billy Joel bis Supertramp, von Michael Jackson bis John Lennon. Er imitierte nicht, sondern gab den Songs seine eigene, seine persönliche Note. Jede Nummer bekam tosenden Beifall. Ein maßgeblicher Anteil am Erfolg des Abends gebührte aber natürlich auch Bernd Meyer am E-Piano. Sein Spiel machte es erst möglich, dass eine authentische Atmosphäre entstand. Das kuschelige Ambiente in der Vestn von Familie Reichl bot dafür den richtigen Rahmen und entfaltete einen Zauber, dem sich keiner verschließen konnte.

Für Engelstaedter als gebürtigen Pressather war der Auftritt natürlich ein Heimspiel. Es hatte schon etwas von Entertainment, als Engelstaedter ganz leger auf dem Hocker saß und den dargebotenen Klassikern - gerne auch einmal mit einem Hauch Theatralik - seine individuelle Note gab. Mehr als gelungen war der Tribut an Billy Joel: "She's always a woman", "New York State of Mine" und natürlich der "Piano Man" ließen das Original (fast) vergessen. Vom ersten Song an (Supertramps "Take the long way home") hingen die Zuhörer an seinen Lippen.

Geschickt verstand es Engelstaedter, das Publikum zu integrieren. Mal klatschend, mal singend, mal beides zusammen sorgten die Musikfreunde für jede Menge Rhythmus und Konzert-Feeling in dem historischen Gemäuer. Großen Beifall bekam der Künstler für seine "Queen"-Performance bei "Somebody to love" und "Don't stop me now".

Zwischendrin schäkerte er mit dem Publikum, holte sich Nina Amman aus Pressath als Duett-Partnerin für John Legends "All of me" auf die Bühne und verwandelte sich in die "Bommtown Rats" mit dem Nummer-1-Hit "I don't like mondays" - mit seiner Einschätzung "Der Song geht immer" sollte Engelstaedter recht behalten. Nach zwei Stunden und den Zugaben "Purple Rain" und "War is over" verabschiedeten sich die Musiker vom Publikum.

Nächstes KonzertAm Sonntag, 11. Dezember, um 20 Uhr gibt es ein Wiederholungskonzert mit Engelstaedter und Meyer auf der Vestn in Pressath. Wenige Restkarten gibt es im Internet noch unter www.engelstaedter.me. (stg)
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