24.04.2018 - 16:50 Uhr
PressathOberpfalz

Müll-Problem am Dießfurter Freizeitsee Landratsamt für Gespräche offen

Die Zukunft des Dießfurter Freizeitsees als Badeweiher ist ungewiss. Ob das Plantschen dort weiterhin erlaubt wird, hängt davon ab, wie die Badegäste mit ihrem Müll umgehen. Für das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab ist das Abfall-Problem allerdings neu.

von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Dießfurt. Die Temperaturen steigen, die Badesaison rückt näher, aber am Ufer des beliebten Dießfurter Freizeitsees wirbelt Müll über den Kies (siehe www.onetz.de/1845994). Sich zwischen Scherben und Papptellern mit Essensresten zu sonnen oder an Plastikflaschen vorbei zu schwimmen, macht keinen Spaß - den Unrat, den andere hinterlassen haben, wegzuräumen allerdings auch nicht. Wer aber ist zuständig für die Entsorgung des herumliegenden Abfalls? Die Bayerischen Staatsforsten, Eigentümer des Areals, meinen: Das müsste eigentlich der Landkreis Neustadt/WN machen. Sicher ist sich Rudolf Zwicknagl, Betriebsleiter des zuständigen Forstbetriebs mit Sitz in Schnaittenbach, in diesem Punkt aber nicht. Er hofft deshalb nun auf Gespräche, die die Zuständigkeit klären sollen. Für ein solches Treffen ist das Landratsamt ebenfalls offen, teilt es am Dienstag mit.

Landratsamt-Sprecher Reinhard Schmid bestätigt auf Nachfrage auch, dass die Zuständigkeit für die Beseitigung von hausmüllähnlichem Abfall bei Grundstücken im Außenbereich zwar tatsächlich beim öffentlich rechtlichen Entsorgungsträger, dem Landkreis Neustadt/WN, liegt. Er weist jedoch darauf hin, dass das Einsammeln des Mülls und Bereitstellen an einem für Sammelfahrzeuge gut erreichbaren Ort dem Grundstückseigentümer, also den Bayerischen Staatsforsten, obliegt. Eine Entsorgung des Unrats durch den Landkreis hat es am Dießfurter Freizeitsee bisher deshalb noch nicht gegeben, weil das Landratsamt von dem Problem nichts gewusst habe, heißt es. Denn Beschwerden lägen in Neustadt/WN keine vor.

Eine Anfrage vonseiten der Bayerischen Staatsforsten für ein Treffen habe das Landratsamt bislang ebenfalls noch nicht erhalten, "selbstverständlich stehen wir für Gespräche mit dem Grundstückseigentümer gerne zur Verfügung", informiert Schmid jedoch. Bei diesen Gesprächen könnte dann die Zukunft des Kiesweihers als Badesee entschieden werden, denn die Bayerischen Staatsforsten hatten bereits angekündigt, den Bereich eventuell zu sperren, sollte sich die Situation nicht verbessern.

Ob ein Zusammenschluss von mehreren Städten, die das Areal dann gemeinsam pflegen könnten, möglich wäre und helfen würde, bejaht Landrat Andreas Meier grundsätzlich, teilt Sprecher Reinhard Schmid mit. "Er versteht jedoch jeden Bürgermeister, der unter diesen derzeitigen Umständen seiner Kommune eine solche zusätzliche Belastung nicht aufbürden will".

Selbstverständlich stehen wir für Gespräche mit dem Grundstückseigentümer gerne zur Verfügung.Reinhard Schmid, Sprecher des Landratsamtes Neustadt/WN

Aufregung um Dießfurter Freizeitsee

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