15.10.2017 - 20:10 Uhr
PressathOberpfalz

Neues Ehrenzeichen für den TSV

Der TSV Pressath hat ein neues sichtbares Ehrenzeichen. Jetzt kann der Verein seine Traditionen durch eine neue Fahne wahren.

Gerlinde Reichl, stellvertretende Vorsitzende des TSV Pressath, Fahnenjunker und Schriftführer Josef Bösl, Stadtpfarrer Edmund Prechtl und Vorsitzender Josef Sirtl (von links) bei der Segnung der neuen Fahne. Bild: is
von Autor ISProfil

Vor 90 Jahren wurde der TSV Pressath gegründet. Ein weiteres wichtiges Datum in der Geschichte des Vereins war der 18. Juli 1954, als eine Vereinsfahne geweiht wurde. An diesem Ehrenzeichen nagte der "Zahn der Zeit", die Verschleißspuren waren nicht mehr zu korrigieren.

Ehrenmitglieder zahlen

Durch die Firma Kössinger wurde ein Muster für ein neues Vereinsemblem erstellt, das dem Vorstand des Vereins zusagte. Der Preis für die neue Fahne betrug 1 400 Euro. Die sieben Ehrenmitglieder, Lilo Lips, Albert Butscher, Franz Ficker, Wolfgang Graser, Werner Lustig Alfons Walberer und Jupp Wittmann überraschten den TSV mit der Zusage, für die Kosten aufzukommen. Am Sonntag fand die feierliche Segnung der Fahne statt. Angeführt von der Blaskapelle der Musikschule marschieren die TSV-Mitglieder mit Fahnenabordnungen des FC Dießfurt, des SC Schwarzenbach, der DJK Pressath und des Schützenvereins "Eichenlaub" Pressath im Festzug vom Kindergarten zur Stadtpfarrkirche, wo sie Stadtpfarrer Edmund Prechtl erwartete.

In seiner Predigt stellte der Geistliche die Frage, welche Verbindung zwischen Sport und Kirche bestehe? Bei beiden gehe es um Menschen. Der Mensch soll sich in der Welt entfalten, die Welt gestalten und so zu einem erfüllten Dasein gelangen. Viele Menschen erfahren beim Sport wertvolle Hilfe, denn es gehe um Leistung und Gemeinschaft. Gerade diese sei in der heutigen Zeit eminent wichtig. "Gemeinschaft regt an und spornt an, ans Ziel zu kommen", unterstrich Prechtl. Dies gelte nicht nur für die Sportvereine sondern auch für die Kirche. "Hier ist Gemeinschaft genauso gefordert, wie im Sport", meinte der Pfarrer. Die Frage "Was habe ich davon?" sei nur ein kleiner Aspekt des Lebens. Dieser Gedanke brauche unbedingt die Ergänzung durch das Zusammenwirken in Freude. Und diese Freude gelte es im Angesicht Gottes zu zeigen.

Pfarrer auf Kriegsfuß

"Da habt ihr den Bock zum Gärtner gemacht", meinte der Stadtpfarrer zu Beginn seiner Festpredigt. Er spielte mit dieser Aussage auf die Turnstunden während seiner Schulzeit an: "Mit dem Sportunterricht bin ich zeitlebens auf Kriegsfuß gestanden", meinte er zur Belustigung der zahlreichen Gottesdienstbesucher. Sein damaliger Sportlehrer habe ihn immer mit dem Spruch "Musst du denn immer den gleichen Quadratmeter des Fußballfeldes zammtrampeln?", aufgezogen.

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