08.03.2018 - 20:00 Uhr
Pressath

Organisatoren der Ausbildungsmesse in Pressath spenden an soziale Einrichtungen Standgebühren für Schulen

Nicht mehr aufs Abstellgleis muss der Weg junger Menschen führen, die durch schulische oder gesellschaftliche Raster gefallen sind, mit Behinderungen oder den Folgen familiär und sozial "gebrochener Biografien" zurechtkommen müssen: Bildungswerke wie das Grafenwöhrer Sankt-Michaels-Werk, die Kolping-Bildungswerke oder die Regens-Wagner-Stiftung, die sich ebenfalls auf der Pressather Ausbildungsmesse im Vierstädtedreieck vorgestellt haben, ebnen vielen von ihnen den Weg zum Schulabschluss und ins Berufsleben.

600 Euro aus den Standgebühren des Vorjahres übergibt Mitorganisator Thomas Weiß (rechts) an Tassilo Heimberg vom Grafenwöhrer Sankt-Michaels-Werk. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Darüber hinaus schließe das Sankt-Michaels-Werk eine Lücke besonderer Art, erklärte Schulleiter Peter Fleischmann. "Die regulären Berufsschulen in Weiden und Wiesau beschulen die Auszubildenden bestimmter Berufe wie Maler, Maurer oder Fleischereifachverkäuferin nicht mehr. Hier springen wir als staatlich anerkannte Ersatzschule in die Bresche." Der Status als "Ersatzschule" bedeute, dass die Absolventen wie in einer allgemeinen Berufsschule kein Schulgeld entrichten müssten.

Die Arbeit dieser Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf beeindruckte auch die SPD-Ortsvereine Eschenbach, Grafenwöhr, Kirchenthumbach und Pressath, die die Ausbildungsmessen im Vierstädtedreieck organisieren. Aus den Standgebühren-Einnahmen der letztjährigen Veranstaltung übergab der Grafenwöhrer SPD-Ortsvorsitzende Thomas Weiß 600 Euro an den Vorsitzenden des Vereins Sankt-Michaels-Werke, Tassilo Heimberg, zur Verwendung für die Schulvorbereitende Einrichtung Grafenwöhr, eine vorschulische Tagesstätte für besonders förderbedürftige Kinder.

Weitere 500 Euro aus diesen Einnahmen, "die wir nicht für uns behalten, sondern Bildungseinrichtungen in der Region zuwenden wollen", überreichte Stadtrat Bernhard Stangl an die Leiterin der Pressather Grund- und Mittelschule, Gudrun Neiser, "mit der Bitte, diesen Betrag für die Arbeit der sozialpädagogischen Kraft einzusetzen, die demnächst ihre Tätigkeit bei Ihnen beginnt".

Den Bürgermeistern und Stadträten in Grafenwöhr und Pressath, die im Vorjahr und heuer die Hallen für die Ausbildungsmessen kostenlos zur Verfügung stellten, dankte Stangl: "Dank Ihrer großzügigen Entscheidung können wir dieses Geld an Bildungseinrichtungen unserer Region weitergeben." Sein besonderer Dank galt außerdem den Mitorganisatoren Thomas Weiß, Thomas Ott und Fritz Betzl sowie allen anderen Helfern und Unterstützern. "Diese Veranstaltung ist ein Gemeinschaftswerk unserer Region."

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