23.01.2016 - 02:00 Uhr
PressathOberpfalz

Polizeihauptmeister warnt vor Drogen Polizeihauptmeister Martin Behrendt referiert an Mittelschule über Drogen

Mit den enormen Gefahren von Drogen aller Art konfrontierte Polizeihauptmeister Martin Behrendt die Jugendlichen der achten Klasse der Mittelschule. In seinem vierstündigen Vortrag warnte der Beamte sie vor massiven physischen und psychischen Gefahren. Sein Fazit: Rausch und Sucht hängen untrennbar zusammen und führen letztlich dazu, den eigenen Willen nicht mehr durchsetzen zu können.

Polizeihauptmeister Martin Behrendt klärte an der Mittelschule über die Gefahr von Drogen auf. Bild: nn
von Autor NNProfil

Zunächst behandelte Behrendt bekannte legale Drogen wie Koffein, Nikotin oder diverse Arzneimittel. Besonders warnte er vor Alkohol, der in der Gesellschaft noch immer viel zu sehr verharmlost werde. Von Müdigkeit über Sprachprobleme bis hin zum totalen Kontrollverlust, auch Filmriss genannt, reichen die unerwünschten und nicht selten peinlichen Folgen. Völlig tabu sollte Alkohol im Straßenverkehr sein, unterstrich der Polizeibeamte. Selbstverständlich dürfe man sich hin und wieder ein Gläschen genehmigen und bei einer Party Spaß haben, aber die Grenzen sollte dabei niemand aus den Augen verlieren. Gefährlich sei es, Bier, Wein, Sekt und Co täglich zu konsumieren und zum Standardgetränk zu machen.

Häufig käme der erste Kontakt mit illegalen Drogen bei Partys zustande, auf denen man einen scheinbar harmlosen Joint angeboten bekommt. Behrendt warnte die Jugendlichen vor dem hohen Suchtpotential von Cannabis, Heroin, Kokain, LSD oder Crystal Speed. "Bereits nach wenigen Joints kann man süchtig werden und ein verhängnisvoller Teufelskreis nimmt seinen Anfang."

Aufgelockert wurde die Drogenaufklärung von regelmäßigen Filmsequenzen. Sie dokumentierten deutlich die psychischen und physischen Auswirkungen des Missbrauchs dieser Stoffe. Treffe die Polizei jemanden mit Drogen an, droht eine hohe Strafe. Alles andere als ein Zuckerschlecken sei der Entzug. In die Diskussion wurden auch weitere Süchte wie Computerspiele oder Magersucht einbezogen.

Dass die Thematik auf das Interesse der Achtklässler stieß, zeigten die zahlreichen Diskussionsbeiträge und Nachfragen. Sowohl Behrend als auch Klassenleiterin Maria-Teresa Kellner lobten die engagierte Mitarbeit. Gemeinsam appellierten sie, stark zu bleiben, Charakter zu zeigen und sich keinesfalls vom Gruppenzwang beeinflussen zu lassen.

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