22.08.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Pressath und Hortobágy feiern gemeinsam Ein Vierteljahrhundert Partner

Fast tausend Kilometer sind Pressath und das ungarische Hortobágy getrennt. Dennoch verstehen sich die Städte prächtig. So gut, dass sie nun auf ihre 25-jährige Partnerschaft anstoßen.

Beim Besuch einer Delegation aus Pressath im August 2012 wurde in Hortobágy der 20. Jahrestag der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde gefeiert. Nun feiern die Städte 25-jähriges Jubiläum. Bilder: is (2)
von Autor ISProfil

Seit dem Juni 1992 besteht zwischen der ungarischen Puszta-Gemeinde Hortobágy und der Haidenaabstadt Pressath eine Städtepartnerschaft. Erste Kontakte zwischen den Kommunen gibt aber schon länger. Sie gehen auf das Engagement des früheren Pressather Ehrenbürgers Herbert Schmidt und dessen Gattin Gerda zurück. Die Eheleute Schmidt, wohnhaft in München, hatten enge Verbindungen nach Hortobágy und verbrachten dort oft ihren Urlaub.

Herbert Schmidt äußerte immer wieder den Gedanken, dass er sich eine Verbindung zwischen Hortobágy und Pressath vorstellen könnte. Dies nahm Gerda Schmidt nach dem Tod ihres Ehemannes zum Anlass, den damaligen Pressather Bürgermeister Anton Gareis und den damaligen Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Anger zu einem Besuch in Ungarn zu animieren. Im März 1986 wurden die ersten Kontakte geknüpft, die dann 1992 mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Pressather Rathaus weitergesponnen wurden. Seither gibt es fast jährlich ein umfangreiches Besuchs- und Austauschprogramm - besonders unter den Schülern. Die Partnerschaftsurkunde betont sogar den besonderen Wert dieses Austausches.

Aber nicht nur die Schule in Pressath und die Sandor Pötefi Iskola in Hortobágy besuchen sich gegenseitig. So spielten auch schon die frühere Big Band der Musikschule Pressath und die Pressather Musikanten in Hortobágy zünftig auf, und die Chorgemeinschaft St. Georg Pressath nutzte eine Konzertreise nach Ungarn zu einem Gastspiel in der Puszta-Gemeinde.

Bei verschiedenen Besuchen, die überwiegend vom Stadtverband und der Stadt organisiert wurden, lernten viele Pressather die Ungarn als ein gastfreundliches und herzliches Volk kennen. Die deutschen Gäste wurden meistens in Privathaushalten untergebracht, und es entstanden Freundschaften, die bis heute bestehen. Gerne erinnern sich die Pressather auch an die Besuche von ungarischen Delegationen. So war eine 15-köpfige Gruppe beim Festzug anlässlich des 150-jährigen Stadtjubiläums im Jahr 1995 dabei. In ihren farbenfrohen Trachten waren sie beim Zug durch die Straßen der Stadt Pressath ein echter Hingucker. Nicht unvergessen bleiben für die Pressather auch die Hortobágyer Bürgermeister die mit der Partnerschaft eng verbunden sind. Das war zu Beginn der Beziehungen Duro Laslo, danach Geza Czeri und die unvergessene Titi Eva. Nach deren überraschendem Tod steht seit 2009 Vincze Andrasne dem Rat der Pressather Partnergemeinde vor. Auf deutscher Seite zeichneten Bürgermeister Anton Gareis, der Ehrenvorsitzende des Stadtverbandes Andreas Anger und die Bürgermeister Konrad Merkl und Werner Walberer für die Beziehungen verantwortlich. Von Beginn an entscheidend mitgeholfen hat die Schule mit den Rektoren Hans Müller, Albrecht Reul und Ulrike Neiser sowie den Lehrkräften Elfriede Wagner, Irmgard Bößl, Siegried Bösl, Wolfgang Veigl-Meyer und Gerda Siebenweiber.

Am Wochenende besucht eine Delegation der Stadt Pressath mit Bürgermeister Werner Walberer an der Spitze erneut die Partnergemeinde Hortobágy. Dort feiern alle gemeinsam die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde vor 25 Jahren.

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