17.07.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Pressather Helfer vor Ort feiern Jubiläum 20 Jahre Leben retten

Rund um Pressath und rund um die Uhr leisten sie seit 20 Jahren ehrenamtliche Ersthilfe für alle: die "Helfer vor Ort" (HvO) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Da ist es nur recht und billig, auch einmal zu feiern - und sich feiern zu lassen. Zwei Festtage standen im Zeichen dieses Jubiläums einer Gruppe, ohne deren selbstloses Wirken manches Menschenleben verloren wäre.

Im heuer eingeführten bayerischen Rettungswagen-Design war die "Sanka-Bar" gestaltet, die die Helfer vor Ort für ihre 20-Jahr-Feier gebaut hatten. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Beim "bayerischen Festabend" im Pfarrsaal blickte HvO-Leiter Florian Eibl auf bewegte und nicht selten aufregende zwei Jahrzehnte zurück. Die Geschichte der "schnellen Helfer" sei untrennbar mit dem Namen Stefan Diesenbachers verknüpft, der sich dafür starkgemacht habe, dass der HvO-Standort Pressath am 1. Juli 1997 als einer der ersten im Kreisverband Weiden/Neustadt gegründet worden sei. "Du hast unsere Gruppe zu dem gemacht, was sie heute ist. Vielen Dank für deine jahrelangen Dienste", würdigte Eibl den "Gründungsvater", der nach wie vor für das BRK als Rettungssanitäter, Einsatzleiter und Ausbilder tätig ist.

Heute, so Eibl, würden die Helfer vor Ort rund 350 Mal im Jahr zu Notfällen gerufen und überbrückten mit professioneller Erster Hilfe jene Minuten vor dem Eintreffen von Notarzt und Sanka, die mitunter über Leben und Tod entschieden.

Nicht fehlen durfte ein Dankeschön an alle Freunde und Gönner, deren Spenden insbesondere den Kauf eines eigenen Einsatzfahrzeugs ermöglichten. Als bedauerlich empfanden es nicht nur die "Helfer", sondern auch Stadtpfarrer Edmund Prechtl als Hausherr und Bürgermeister Werner Walberer als Ehrengast, dass nicht mehr Pressather den Weg zur "Geburtstagsparty" gefunden hatten.

An Beifall und anerkennenden Worten fehlte es gleichwohl nicht, und bei Brotzeiten, flotter Musik von "Tina & Gerd" und Flüssigem aus der "Sanka-Bar", die einem Rettungswagen im neu eingeführten "Schachbrettmuster-Design" nachempfunden war, dauerte das stimmungsvolle Fest bis in den frühen Morgen. Im Mittelpunkt standen die "Helfer vor Ort" auch beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, dem ein vom Pressather Spielmannszug begleiteter Kirchenzug der Vereine vorausging.

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