Regionaldekan Manfred Strigl zur Großen Visitation in Pressath
Beeindruckt von der Pfarreiengemeinschaft

Regionaldekan Manfred Strigl (Zweiter von rechts, stehend) war gut unterrichtet über das Leben in der Pfarreiengemeinschaft. Er ermutigte alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter und dankte ihnen für ihre Arbeit.
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Pressath
13.01.2017
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Die Bildung einer Pfarreiengemeinschaft bedeutet immer auch Veränderung - nicht nur weil nun ein "eigener" Pfarrer fehlt. Damit einher gehen oft auch Ängste. Das machte die Große Visitation deutlich.

(mng) Alle zehn Jahre stehen bei der Großen Visitation die Pfarreien auf dem Prüfstand. Sie soll keine Benotung der Arbeit sein, sondern ein Nachdenken über die Seelsorge, die Arbeit in den Pfarreien sowie die Festlegung und Umsetzung von Zielen.

Der Visitation in Pressath ging ein abendlicher Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Georg voraus, an dem neben Gläubigen aus der Pfarreiengemeinschaft auch kirchliche Vereine und Verbände teilnahmen. Die musikalische Gestaltung übernahm der Kirchen- und Männerchor unter der Leitung von Günther Hösl.

Danach trafen sich die rund 40 Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung mit Regionaldekan Manfred Strigl, Stadtpfarrer Edmund Prechtl, Pfarrvikar Pater Antony D'Cruz, Diakon Georg Hösl und Pastoralreferent Albert Neiser zum Gedankenaustausch im Pfarrsaal.

Eines der wichtigsten Themen beim Besuch des Regional-Dekans war die nun aus drei Pfarreien bestehende Pfarreiengemeinschaft. Sie war im vergangenen Jahr um die Pfarrei Burkhardsreuth erweitert worden, nachdem Pfarrer Werner Kaspindalin ins niederbayerische Binabiburg wechselte und seine Stelle nicht mehr neu besetzt worden war.

Die Bildung einer Pfarreiengemeinschaft bedeutet auch eine Veränderung - nicht nur weil nun ein "eigener" Pfarrer fehlt. So fürchte man in der Pfarrei Burkhardsreuth um den Fortbestand des Kindergartens in Trabitz unter kirchlicher Trägerschaft. Auch die Verwaltungsaufgaben des Pfarrers seien komplex und nähmen immer mehr Zeit in Anspruch, kritisierte Pressaths Kirchenpfleger Anton Murr. "Vieles hat sich aber dennoch positiv entwickelt", betonte Strigl, wobei die Annäherung und die Gemeinsamkeit von Pressath, Schwarzenbach und Burkhardsreuth sich oft schon in Kleinigkeiten zeige. Ziel, so Strigl, sei es, alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter zu ermutigen und ihnen für ihre Arbeit zu danken. Dies sei wichtiger denn je, weil eben das Engagement für die Kirche und den Glauben nicht immer einfach sei.

Strigl, so die Einschätzung der Teilnehmer, war gut unterrichtet über das Leben in der Pfarreiengemeinschaft. Er habe sich ortskundig und auch an Einzelheiten interessiert gezeigt. Weitere Themen waren neben dem Gesamtbild der Pfarrei unter anderem auch die Liturgie, die personale Seelsorge, die gelebte Ökumene sowie die kirchlichen Gebäude und Liegenschaften. Jedenfalls erweckte es den Eindruck, dass die Große Visitation durch den Regionaldekan für die Pfarreiengemeinschaft Sankt Georg, Sankt Antonius von Padua und Sankt Jakobus positiv ausgefallen ist.
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