12.12.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Seltene Ehre Ludwig Spitaler seit 63 Jahren bei Kolpingfamilie

Die Kolpingfamilie hat ein neues Ehrenmitglied. Ludwig Spitaler, seit 63 Jahren treu an der Seite des Gesellenvereins, wurde beim Gedenktag am Sonntag diese außergewöhnliche Ehre zuteil.

Ludwig Spitaler (Dritter von links) ist das neue Ehrenmitglied der Kolpingfamilie. Ausgezeichnet für 60 Jahre Treue zum Verein wurden unter anderem Georg Weiß (links), Helmut Langhammer (Zweiter von links) und Hans Schwindl (Zweiter von rechts). Bild: nn
von Autor NNProfil

Vorsitzender Helmut Langhammer lobte den Geehrten als einen Mann, der immer bereit und zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde. Spitaler ist nun das zweite Mitglied neben Leonhard Merkl, dem diese Ehre zuteil wurde. Urkunden gab es auch für weitere fünf Mitglieder, die bereits seit 60 Jahren in der Kolpingfamilie sind: Hans Schwindl, Georg Weiß, Helmut Langhammer, Ludwig Ficker und Hermann Reim. Die beiden Letztgenannten konnten an der Feierstunde nicht teilnehmen.

Nach einem Gedenkgottesdienst trafen sich die Mitglieder mit Angehörigen im Kolpingheim. Vorsitzender Bernhard Riedl erinnerte bei der Begrüßung an Hans Legat, der im vergangenen Jahr verstorben war. Mit einem erneuerten Leitbild des internationalen Kolpingwerkes befasste sich Toni Waldmann in einem kurzen Vortrag. Darin sei der Mensch Mitte und Ziel allen Handelns. Dabei seien die Bedürfnisse der Schwächsten zu berücksichtigen. Auch der Begriff der Nachhaltigkeit sei in diesem Zusammenhang zu erwähnen, meinte Waldmann. "Man habe eine Verantwortung für die kommenden Generationen, und diese erfordert einen gewissenhaften Umgang mit den vorhandenen Lebensgrundlagen." So gesehen bleibe die Idee Adolph Kolpings nicht stehen, sondern suche den Weg in die Zukunft. Als Mann der Tat sei der Gesellenvater zur damaligen Zeit ein Vorbild gewesen, und dies gelte um so mehr in einer Zeit des wirtschaftlichen Umbruchs, der Reformen und einer Neubewertung der sozialen Frage, schloss der Redner.

Zu einer eindrucksvollen Bilderreise bat Vorstand Helmut Langhammer die Besucher. Im September war er mit einigen Freunden auf den Balkan aufgebrochen. Die Gruppe besuchte eher unbekannte Regionen der Länder Kosovo, Mazedonien, Albanien und Montenegro. Einen Schwerpunkt legte Langhammer auf sakrale Bauten der Christen, Muslime und Orthodoxen. Einen Einblick gab er in die Regierungszeit von Enver Hodscha, der von 1963 bis 1991 Albanien zu einem atheistischen Staat umbaute. Kirchen wurden damals zu Lagerhäuser oder Viehställe umfunktioniert. Mit dem Kolping-Lied und einem Essen endete die Versammlung.

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