25.02.2018 - 20:00 Uhr
Pressath

Sonder-Signal-Fahrt-Trainer steht eine Woche in Pressath Damit's nicht kracht

Blaulicht, Martinshorn, Sprechfunk - alles wirkt real. Beim Training mit dem Fahrsimulator des Landesfeuerwehrverbands in Pressath erfuhren die Teilnehmer, welchen Risiken sie ausgesetzt sind, wenn sie im wirklichen Leben zum Einsatz gerufen werden. Im Feuerwehrhaus in Pressath wurde gezeigt, welche Stressfaktoren den Fahrer belasten.

Die Fahrt mit einem Einsatzfahrzeug wird simuliert. Bild: jma
von Jürgen MaschingProfil

Es ist wie bei einem normalen Feuerwehreinsatz. Das Martinshorn ist zu hören, Funkverkehr lärmt aus dem Lautsprecher, doch plötzlich kracht es. Der Fahrer hat einen Personenwagen gerammt! Damit genau das nicht passiert, soll die Übung im Simulator helfen. Es handelt sich um den "Sonder-Signal-Fahrt-Trainer" oder auch Feuerwehr-Fahrsimulator, der im Auftrag des Landesfeuerwehrverbandes und der Versicherungskammer Bayern im ganzen Freistaat unterwegs ist. Das Ziel ist es, die Fahrten zu den Unfällen oder Unglücken sicherer zu machen, sowohl für den Fahrer selber, aber auch für die anderen beteiligten Autofahrer. Denn man wird zu ungewöhnlichen Zeiten alarmiert, nachts vielleicht aus dem Schlaf gerissen.

Kreisbrandmeister Jürgen Haider hatte bei der Stadt Pressath nachgefragt und auch die Zustimmung bekommen. Nun fand in dieser Woche der Unterricht statt. An vier Tagen zu je sechs Teilnehmern wurde geübt. Zuerst gab es einen theoretischen Unterricht von einer Stunde und dann durfte jeder in den Fahrsimulator steigen. Sandra Reichert von der Berufsfeuerwehrschule in Regensburg zeigte den Teilnehmern der Feuerwehren aus Pressath, Kaltenbrunn, Riggau, Schwarzenbach, Hessenreuth, Etzenricht, Speinshart, Grafenwöhr, Troschelhammer, Mantel, Friedersreuth, Kohlberg, Dießfurt, Schlammersdorf, Sassenreuth, Vorbach, Neuzirkendorf, Tremmersdorf und Kirchenthumbach welche Gefahren an Kreuzungen lauern.

Dort gelte es, die anderen Verkehrsteilnehmer im Auge zu behalten: Wie reagieren sie? Werden Rettungsgassen gebildet, kann überholt werden? Reichert analysierte mit den Fahrern das Geschehen im Simulator, das digital aufgezeichnet wurde. Nachher konnten die Maschinisten ihre Fahrweise mit etwas Distanz betrachten. Viele zeigen sich überrascht, wie nervös man unter Stress reagiert. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überholen in Kurven-Fehler die man vielleicht in einer normalen Situation nicht machen würde. Und damit genau das nicht passiert, soll die Übung im Simulator helfen.

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