Stadtpfarrer Edmund Prechtl referiert über Glaube, Gebet und Buße
Fasten – Befreiung vom Ballast

Humorvoll, aber auch nachdenklich referiert Stadtpfarrer Edmund Prechtl zu dem Thema "Glaube ist schön - wer glaubt ist nicht allein". Dafür überreicht ihm Teamsprecherin Christine Pfeiffer ein Präsent. Bild: mng
Vermischtes
Pressath
06.03.2018
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Mit den Worten "Der Glaube will uns zu den Grundwurzeln unseres Lebens zurückführen", begann Pfarrer Edmund Prechtl den Vortrag anlässlich der Jahreshauptversammlung des Frauenbundes im Kolpingheim (wir berichteten). Der Glaube wolle befreien, denn "nur als befreite Menschen können wir wirklich leben".

"In der Fastenzeit lädt die Kirche zum Fasten, zum Gebet, zu Almosen und zur Buße ein. Das bedeutet aber nicht, dass uns alles verboten und unser Leben beschnitten wird", betonte der Geistliche. Vielmehr sei es eine Befreiung vom Ballast, von zu vielen Terminen oder gesellschaftlichen Zwängen, denn nicht die Dinge sollen über Menschen bestimmen und sie gebrauchen, sondern er gebrauche sie und bestimme darüber, hob Prechtl hervor. "Wenn ich etwas weglasse, wird Platz für andere Dinge." Fasten mache dankbar und sei ein gutes Mittel gegen Habsucht und Gier. Menschliche Größe liege jenseits egoistischer Triebe.

"Das Gebet befreit mich vom Alleinsein und macht mir bewusst, dass ich zu keiner Zeit meines Lebens allein bin". In allen Lebenssituationen dürfe man sich an Gott wenden und mit ihm wie mit einem guten Freund sprechen. Das Gebet überwinde Distanz, es verbinde Menschen überall auf der Welt. "Beim Beten muss ich nichts leisten und darf einfach vor Gott da sein", versicherte der Geistliche.

"Wenn ich Almosen gebe, dann sehe ich, dass ich ein Gemeinschaftswesen bin. Und Hilfe, die man gewährt, bekommt man immer zurück. Was man teilt, wird dadurch nicht weniger, sondern mehr".
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