Weihnachtsfeier im Sankt-Josef-Seniorenheim
Advent als Lebenshaltung begreifen

Die Tanzgruppe der Grund- und Mittelschule setzte mit ihren Lichtertänzen einbei der Adventsfeier des Pressather Seniorenheims, zu der auch der Schwarzenbacher Bürgermeister Thorsten Hallmann und Pressaths früherer Stadtchef Konrad Merkl kamen. Bild: bjp
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Pressath
20.12.2016
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"Advent ist mehr als die Wochen vor Weihnachten: Er ist eine Einstellung zum Leben, eine Haltung für 365 Tage im Jahr." Mit den Worten der katholischen Autorin Andrea Schwarz riet Heimleiterin Christine Tschauner bei der vorweihnachtlichen Feierstunde des Sankt-Josef-Seniorenheims zu einem neuen Blick auf den immer mehr von Stress, Kommerz und sinnentleerten Gewohnheiten geprägten Advent.

Dank an Mitarbeiter

In sehnsüchtigem Staunen "Ausschau halten nach dem, was mehr als alles ist", "mitten im Dunkel den Stern sehen und ihm trauen": das mache ein adventliches Leben an jedem Tag des Jahres aus. Um dies neu zu lernen und "um uns zu erinnern an das, was sein könnte", lohne sich auch die Wiederentdeckung der adventlichen Symbole und Bräuche.

Das "Vergelt's Gott" der Heimleiterin galt auch allen Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfern und Förderern des Heimes. Pfarrgemeinderatssprecherin Renate Kneidl, Bürgermeister Werner Walberer, Seniorenbeauftragter Albert Butscher und Stadtpfarrer Edmund Prechtl, der zu der Feierstunde eingeladen hatte, schlossen sich diesem Dank an. Prechtl dankte auch den Bewohnern für das Vertrauen, das sie dem Seniorenheim durch ihren Einzug bekundet hätten. Das Kind in der Krippe, "das uns mit guten Augen anschaut", lade weniger zur Anbetung und Verehrung ein als dazu, "es zu lieben" und alle Sorgen zu ihm zu bringen: "Jesus will in unserem Leben das Zerbrochene ganz und das Ungenügende gut machen." Von einer traditionell-besinnlichen "Familienweihnacht", wie es sie auch heute noch gibt, erzählte die Geschichte "Der kleine Wichtel", die Renate Kneidl vortrug: "Ja, heute ist eine andere Zeit, aber auch heute finden Menschen wieder füreinander Zeit."

Alpenländische Lieder

Bürgermeister Werner Walberer erblickte in der christlichen Weihnachtsbotschaft einen Anstoß zur Neubesinnung auf den Wert des Friedens "in einem geeinten Europa". "Wir wissen, was wir an diesem Heim haben, und die Stadt wird diese Einrichtung unterstützen, wo sie nur kann", versprach der Rathauschef. Der städtische Seniorenbeauftragte Albert Butscher überraschte Heimleiterin Christine Tschauner mit einem Geldgeschenk der Pressather Kreditinstitute.

Musikalisch gestaltete die "Saitenmusik VierStädtedreieck" der Musikschule unter Leitung von Inge Dötsch die Adventsfeier mit traditionellen Weihnachtsweisen. Im Zwiegesang boten Stadtpfarrer Prechtl und Kirchenchorleiter Günther Hösl die alpenländischen Adventslieder "Rorate" und "Der in uns den Glauben vermehre" dar. Einen reizvollen Kontrast dazu setzten die von Johanna Malzer zu den modernen Musikstücken "Hallelujah" und "Comptine d'un autre été" eingeübten Lichtertänze von Schülern der Volksschule.
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