22.02.2018 - 20:00 Uhr
Pressath

Willkommen nicht nur mit Worten Stadt Pressath empfängt die kleinsten Bürger und überreicht Geschenke

Einen "Babyboom" hatten Standes- und Meldeamt im zweiten Halbjahr 2017 zwar nicht zu registrieren: Aber immerhin verjüngte sich die Pressather Bevölkerung um fünf Mädchen und drei Buben. Darüber freute sich Bürgermeister Werner Walberer, der mit seinem Kollegen Maximilian Schwärzer die jüngsten Stadtbürger und deren Eltern im Dostlerhaus begrüßte.

Zum traditionellen Familienempfang begrüßte die Stadt Pressath acht Neugeborene des zweiten Halbjahres 2017 und deren Eltern. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Vor neun Jahren beschloss der Stadtrat, den kleinsten Pressathern 100 Euro in die Wiege zu legen. Dazu gibt es einen Rauchmelder und ein Kapuzenbadetuch. Dies sei als Willkommensgruß für die Kinder und Anerkennung für den Mut der Eltern zu verstehen, unterstrich Walberer: "Die Welt hat Zukunft durch Kinder, und wir wünschen uns, dass Sie und Ihr Nachwuchs sich in Pressath wohlfühlen." Dieser Wunsch gelte allen Familien unabhängig von der Nationalität: "Pressath ist bunt, und in unserer heutigen Runde sind vier Nationalitäten vertreten. Das zeigt, dass unsere Stadt Fremde freundlich aufnimmt." In diesem Zusammenhang erwähnte Walberer, dass 56 Flüchtlinge und Asylsuchende in der Haidenaabstadt leben.

Um im Zeitalter des vielbeklagten "demografischen Wandels" jungen Menschen die Entscheidung für Familie und Kinder zu erleichtern, bleibe es Ziel der Stadtpolitik, Pressath noch familienfreundlicher zu gestalten. Gut aufgestellt seien der von der Stadt mitfinanzierte katholische Kindergarten und die Grund- und Mittelschule mit ihrem offenen Ganztagsschulangebot. Das Schulhaus werde zurzeit für 2,2 Millionen Euro auf den neuesten Stand in puncto Barrierefreiheit und Sicherheit gebracht: "Nur so hat unser Schulstandort Zukunft." Nicht zu vergessen seien die Eltern-Kind-Gruppe, die Vereinsangebote und der Kiesi-Beach. Die "Krabbelgruppe" für Kinder ab neun Monaten und deren Eltern stellte Gruppensprecherin Carola Lindner vor. "Wegen der großen Nachfrage haben wir inzwischen eine Warteliste, deshalb erwägen wir die Gründung einer weiteren Gruppe." Über das Angebot des Sankt-Michaels-Kindergartens mit Kinderkrippe für Mädchen und Buben ab zwölf Monaten sprach Leiterin Barbara Krauthahn.

Sinn und Handhabung der Rauchmelder erklärte Kommandant Andreas Kneidl. Vorgeschrieben seien sie in allen Schlafräumen, in Korridoren und Treppenhäusern: "Wer darauf verzichtet, dem könnten im Schadensfall Leistungskürzungen der Brandversicherung drohen." Nachdrücklich warnte er vor Personen, die behaupten, im Auftrag von Behörden die Einhaltung der Rauchmelderpflicht kontrollieren zu wollen: "Wenn solche Personen bei Ihnen vorstellig werden, benachrichtigen Sie die Polizei, denn es handelt sich um Trickbetrüger."

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