30.11.2017 - 14:36 Uhr
PressathOberpfalz

2018 Startschuss für Investition von 25 Millionen: Unternehmen Lippert plant kompletten Neubau

Längst stellt die Firma Lippert mehr dar, als eine Maschinenbaufirma: Der auf Förder- und Sortieranlagen für riesige Logistikzentren (u. a. Post, Hermes, Amazon, DHL) sowie auf voll automatisierte Fertigungsanlagen für die keramische Industrie spezialisierte Betrieb platzt räumlich aus allen Nähten. Das seit mehr als 60 Jahren bestehende, stark expandierende Familienunternehmen plant im Frühjahr 2018 den Startschuss für einen kompletten Neubau mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 25 Millionen Euro. Dies bestätigte Geschäftsführer Hubert Schug unserer Zeitung am Rande einer Besichtigung durch die Mittelstandsunion.

Das Familienunternehmen Lippert hat seit mehr als 60 Jahren seinen Sitz am ursprünglichen Standort. Dort geht es nicht nur sehr beengt zu, auch viele Arbeitswege und -prozesse verlangen eine Vereinfachung. Bild: Schönberger
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Die Produktionsfläche soll sich auf mindestens 16 000 Quadratmeter verdoppeln. "Wir planen mehrere Bauabschnitte. Die definitive Standortentscheidung fällt Anfang nächsten Jahres: Wir favorisieren Pressath/Döllnitz, aber auch Eschenbach ist im Gespräch", betont Geschäftsführer Schug, der den Flächenbedarf auf 80 000 bis 90 000 Quadratmeter beziffert. Im Hintergrund des Neubau-Projekts steht die Schaffung "ökonomischer Arbeitsprozesse und bestmögliche Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter". Schug ist auch die Nachhaltigkeit ein Anliegen.

Kunden in 40 Ländern

Der erste Bauabschnitt 2018 sieht eine Investitionssumme von 10 Millionen Euro vor. Lippert zählt bei einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro rund 260 Mitarbeiter, darunter 50 3 D-Arbeitsplätze. Schug: "Unsere Auslastung ist extrem und immens." Zum Teil wird in zweieinhalb Schichten gearbeitet, die Maschinen-Laufzeiten betragen bis zu 22 Stunden am Tag. Das Unternehmen zählt Kunden in mehr als 40 Ländern; aktuell errichtet Lippert Fertigungsanlagen u. a. im Iran, in China, Russland, Ägypten, Thailand, Portugal, Finnland.

Hubert Schug stieg als Mehrheitsgesellschafter am 1. Juli bei Lippert ein und ordnete "einvernehmlich" die Struktur von bisher 18 Gesellschaftern. Die Ehefrau von Schug ist übrigens die Enkelin von Firmengründer Julius Lippert. Mit dem Engagement geht eine Änderung des Managements einher: Schug steht als Sprecher der Geschäftsführung an der Spitze. Finanzgeschäftsführer wird Prokurist Günther Fahrnbauer, auch der technische Geschäftsführer ab 1. Januar kommt aus den eigenen Reihen. Der bisherige Geschäftsführer Gerold Sper geht in Ruhestand.

Als Chef der Schug-Gruppe ("medizinische Rundum-Versorgung") mit Sitz in Eschenbach trägt der studierte Pharmazeut Hubert Schug Verantwortung für 150 Beschäftigte in vier Apotheken, vier Sanitätshäusern und im eigenen Logistikzentrum.

 

 

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