15.05.2014 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Geschäftsführung und Betriebsrat beschwichtigen Sorge bei Wave-Light

Der Schock über die schlechten Nachrichten aus dem Trabitzer Faurecia-Werk sitzt noch tief, da kommen besorgniserregende Meldungen bereits vom nächsten Unternehmen an der Haidenaab: Die Mitarbeiter der Wave-Light-Niederlassung im Pressather Industriegebiet Döllnitz fürchten um ihre Jobs.

W wie Wave-Light: Das auffällige Symbol an der Straße nach Döllnitz markiert die Werkseinfahrt des Unternehmens. Geschäftsführung und Betriebsrat versichern, dass dies noch länger der Fall sein wird. Bild: is
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Sowohl Geschäftsführung in Erlangen als auch Betriebsrat winken jedoch ab: Pressather Standort und Arbeitsplätze seien zumindest mittelfristig gesichert.
Am Dienstag hatte die Geschäftsleitung die Pressather Mitarbeiter zu einer außerordentlichen Betriebsversammlung geladen.
Dabei erfuhr die Belegschaft, dass die Wave-Light-Mutterkonzerne Alcon und Novartis sich künftig aufs Kerngeschäft konzertieren wollen. Direkt betroffen davon ist wohl die Alcon-Entwicklungsabteilung in Erlangen. Diese Sparte mit derzeit rund 60 Mitarbeitern soll Gerüchten zufolge nahezu halbiert werden. Unter anderem möchte der Konzern auf die Weiterentwicklung zweier Produkte verzichten, die derzeit in Pressath produziert werden.

Keine Schließung

Mitarbeiter in Pressath fürchten nun, bald nicht mehr konkurrenzfähig zu sein. "Die wollen uns ausbluten lassen", sagte ein Beschäftigter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.
Alcon-Geschäftsführer Martin Reichelt verweist auf Nachfrage auf ein weltweites Programm, das die Konzentration aufs Kerngeschäft vorsieht. Zwar würden dabei "auch die dahinter stehenden Arbeitsplätze" beleuchtet. "Von einer Schließung des Standorts Pressath war aber zu keiner Zeit die Rede." Wie sich das Programm tatsächlich auf die Standorte Erlangen und Pressath auswirkt, werde in den nächsten Wochen geklärt. Noch optimistischer gibt sich der Betriebsrat: Weder Standort noch Arbeitsplätze in Pressath seien derzeit in Gefahr.

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