07.08.2017 - 17:10 Uhr
PressathOberpfalz

Hubert Schug hält die Mehrheit: Lippert in neuen Händen

Stühlerücken in Pressaths Böttgerstraße. Die Maschinen- und Stahlbau Julius Lippert GmbH hat einen neuen Haupteigentümer. Der hatte aber schon bisher enge Beziehungen zum Betrieb.

Der Barcode-Scanner bei der Arbeit: Auf solche vollautomatischen Versandanlagen setzt die Firma Lippert auch unter neuer Führung.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Pressath/Eschenbach. Neue Eigentümerverhältnisse beim Maschinenbauer Lippert: Die Schug res possessio GmbH & Co. KG hält nun 51 Prozent an dem Unternehmen. Dahinter steht Hubert Schug. Der Eschenbacher Apotheker und Unternehmer bildet mit Gerold Sper künftig die Lippert-Geschäftsführung. Weitere Gesellschafterin ist Schugs Ehefrau Susanne, die 33 Prozent hält. Die verbleibenden 16 Prozent liegen bei deren Schwester Juliane Keck.

Die Familie Sper hat sich von ihren Anteilen getrennt und an die neue Schug-Gesellschaft abgegeben. "In völligem Einvernehmen", wie Hubert Schug betont. Bisher teilten sich acht Gesellschafter die Anteile. "In der nächste Generation wären es deutlich mehr." Die Gesellschafter seien sich einig gewesen, dass diese Zersplitterung der Anteile nicht gut ist fürs Unternehmen. Sehr schnell hätten sich alle Beteiligten geeinigt. "Der Übergang hat nicht einmal sechs Wochen gedauert." Anfang Juli wurden die Veränderungen rechtskräftig.

Auch ohne Anteile bleibt Gerold Sper Geschäftsführer. Altersbedingt werde er zum Jahresende in den Ruhestand treten, dann aber beratend für den Betrieb tätig bleiben. Auch sein Sohn Christian behält Leitungsaufgaben im Betrieb. Mittelfristig soll Schugs Sohn in die Geschäftsführung aufrücken. Auch Michael Schug arbeitet schon seit einiger Zeit im Betrieb, den sein Urgroßvater nach dem Zweiten Weltkrieg in Pressath gegründet hat. Hubert Schugs Priorität liegt weiter in Eschenbach. "Ich bin und bleibe in erster Linie Apotheker."

In der Zukunft sollen die Firmen selbstständig und unabhängig bleiben. "Es kann sein, dass es Lippert irgendwann unter das Dach der Schug-Gruppe zieht, derzeit gibt es aber keinen Handlungsbedarf." Wenig Grund zu ändern gebe es auch innerhalb der Firma Lippert. Für den personellen Übergang sei gesorgt, die Nachfrage nach den Maschinen für Porzellanindustrie und Automatisierungstechnik sei gut wie nie.

Handlungsbedarf gebe es lediglich in Sachen Infrastruktur. "Hier wollen wir uns moderner aufstellen", sagt Schug. Die Erweiterung am Firmengelände in der Böttgerstraße ist in die Wege geleitet, der Bebauungsplan für die Fläche hinterm Kiesi-Beach-Areal sei im Genehmigungsverfahren. Dazu habe der Betrieb die Halle der früheren VBH-Niederlassung im Industriegebiet an der Eschenbacher Straße übernommen. Dort sollen künftig die Maschinen für den Versand zum Kunden fertig gemacht werden.

Ich bin und bleibe in erster Linie Apotheker.Hubert Schug

 

 

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