Kathlisches Landvolk unterstützt seit 30 Jahren Senegal
Nähmaschinen sind Männersache

KLB-Kreisvorsitzender Manfred Kellner (Zweiter von links) überreichte zusammen mit dem Kreisvorstand an Landvolk-Diözesanvorsitzende Elisabeth Gaßner (links) 1000 Euro für die Senegalhilfe. Bild: fvo
Freizeit
Püchersreuth
03.12.2016
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Seit 30 Jahren unterstützt das Landvolk die Menschen in Senegal. Viel Geld steuert die Oberpfalz bei.

Ilsenbach. Im Mittelpunkt der Kreisversammlung des Kreisverbandes der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) im Gasthaus Miedl stand ein Referat der Diözesanvorsitzenden Elisabeth Gaßner. Sie sprach über das Thema "Solidarisch sein mit Menschen, die benachteiligt sind. Flucht verhindern durch KLB-Projekte im Senegal-Hilfe zur Selbsthilfe".

Die Referentin berichtete über die fast 30-jährige Unterstützung des Landvolks für die Menschen im westafrikanischen Senegal. "Der Senegal hat 15 Millionen Einwohner. 58 Prozent sind unter 20 Jahre." Insgesamt habe die KLB die vergangenen Jahrzehnte vier Projekte unterstützt. Aus Deutschland seien insgesamt 1,1 Millionen Euro nach Senegal geflossen, 250 000 Euro habe das Landvolk Regensburg beigesteuert.

Gaßner erklärte Einzelheiten über die Hauptfrucht "Zwiebel", zeigte Bilder von der Wasserteilung in den Gärten, in denen ausschließlich Frauen arbeiten. Die Referentin erzählte vom Kleinhandel, der durch die Unterstützungsprojekte gefördert werde. So habe man den Kauf von Nähmaschinen finanziell unterstützt, wobei die Arbeit an der Nähmaschine Männersache sei, die Handarbeit mit Faden und Nadel nur durch Frauen erfolge.

Präsenz wichtig

Das Landvolk unterstütze auch sogenannte ASDI-Zentren, wo Schulungen stattfinden, Kassen eingerichtet und sogar Übernachtungsmöglichkeiten mit Duschen vorhanden sind. Auch Imker werden angeleitet. Wichtig sei, dass dort ständig Ansprechpartner vorhanden seien und auch immer wieder selbstfinanzierte Besuche dort stattfänden.

Zuvor hatte Landvolkpfarrer Franz Winklmann einen Gottesdienst in der vollbesetzten Ilsenbacher Kirche zelebriert. "Vater - nicht mein, sondern dein Wille geschehe", stellte der Geistliche den Landvolkheiligen Klaus von der Flüe und dessen Frau Dorothee in den Mittelpunkt.

Edeltraud Hey berichtete für den KLB-Ortsverband Burkhardsreuth über die vielen Aktivitäten der etwas älter gewordenen Mitglieder. Gabi Kellner-Hirschmann ließ das Jahr der Ortsgruppe Kirchendemenreuth Revue passieren, angefangen von einem Kasperltheater über Waldweihnacht in Döltsch bis zum ökumenischen Frühschoppen. Für die Familiengruppe Waldthurn sprach Silvia Stahl unter anderem über einen Erzähl- und Zuhörabend, Besuch beim Theater in Flossenbürg und Beteiligung an der Grundschulaktion "Verein macht Schule ".

Der Denkenreuther Josef Beer zeigte die Tätigkeiten der "Jungen Gruppe" Altenstadt wie Waldadvent oder Emmausgang auf. Sabine Kuran informierte über einen "Irischen Abend", den Evensong am St. Quirin oder über das Gastspiel von Hubert Treml.

600 Jahre Bruder Klaus

Der KLB-Vorsitzende Manfred Kellner ließ das vergangene Jahr noch einmal vorbeiziehen und erinnerte an den Bruder-Klaus-Tag und die Fahrt nach Wien und Bratislava. Mit Blick auf 2017 meinte Kellner, dass man hinsichtlich des "600-Jahre-Bruder-Klaus-Jahres" eine Vier-Tage-Fahrt nach Flüeli vom 8. bis 11. Juni fest im Visier habe und im August mit dem Rad nach Flüeli in die Schweiz pilgern wolle. "Wir können beruhigt in die Zukunft schauen", meinte Landvolk-Kassenmanager Willi Kellner. Die beiden Prüfer Maria Ries und Horst Pleyer attestierten perfekte Kassenführung.
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