30 Jahre Wurzer Sommerkonzerte - Abschlusskonzert in der Pfarrkirche Wurz
Kirche als Opernhaus

Pavel Sochurek (Violine) und Miroslava Casarová (Sopran) verwandelten die Kirche in ein Opernhaus. Bild: Glaubitz
Kultur
Püchersreuth
06.09.2017
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30 Jahre Sommerkonzerte in Wurz - und sie wird nicht müde: Dr. Rita Kielhorn, Ärztin im (Un-)Ruhestand, bedankt sich auf besondere Weise für die vergangenen Jahre. Zum Abschluss der diesjährigen Konzerte lädt die Initiatorin zu einer wunderbaren Darbietung in die Pfarrkirche ein - bei freiem Eintritt.

Wurz. Die Pfarrkirche in Wurz ist besetzt bis auf den letzten Platz. Drei hervorragende Künstler aus Tschechien hat Kielhorn für das einmalige Programm gewinnen können. Die Sopranistin Miroslava Casarová wird begleitet von Pavel Sochurek (Violine) und Marie Sestáková (Orgel).

"Ave Maria" von Charles Gounod stimmt Sochurek zart auf der Violine an. Mit viel Gefühl und Ausdruck erfüllt Casarovas zauberhafter Sopran die Matthäuskirche. Die Zuhörer bekommen Gänsehaut. Als Solostück bringt Sochurek das "Intermezzo" von Pietro Mascagni zu Gehör. Im Duett mit der Orgel erklingen klar und melodiös das "Panis Angelicus" von Cesar Franck und die Sonata D-Dur von Georg Friedrich Händel.

Gute Wahl

Begeisterter Applaus zeigt, dass die Musik genau den Geschmack des Publikums trifft. Tief berührt sind die Zuhörer von der Meditation Thais von Jules Massenet. Dieses zauberhafte Stück für Piano und Violine schafft es, dass mancher Gast Tränen in den Augen hat. Und wieder brilliert Casarovás heller Sopran. Die schlanke, elegante Frau schafft höchste Töne und rührt damit besonders in "Leonoras Gebet" von Guiseppe Verdi die Zuhörer. Dramatisch, erzählerisch, gefühlvoll - man wähnt sich fast in einer Oper.

Sochurek spielt seit 28 Jahren die erste Violine im Tschechischen Rundfunk-Sinfonieorchester Prag. Seit zehn Jahren ist er der dritte Konzertmeister. Auftritte in ganz Europa und Asien, besonders in Japan, krönen seine Karriere. Die mehrfach ausgezeichnete junge Sängerin Miroslava Casarová sang seit 2007 Hauptrollen in mehreren Opern, darunter auch in "Phantom der Oper" oder die Rolle der Moira in der Ring-Trilogie an der Rock-Oper Prag. Ihr langes schwarzes Kleid mit Schleppe unterstreicht die Ausstrahlung der Künstlerin. Die Organistin Sestáková spielt regelmäßig in Kirchenkonzerten und arbeitet am Konservatorium in Prag.

Eintrag in Gästebuch

Gemeinsam begeistern die herausragenden Künstler noch mit dem "Grave" von Jiri Benda, das ebenso schwer klingt wie es heißt. Das "Laudate Dominum" von Wolfgang Amadeus Mozart oder das feierliche "Repentir" von Charles Gounod entführt nochmals in wunderbare Klangwelten. Stehende Ovationen entlocken den Künstlern noch eine weitere Zugabe, bevor Veranstalterin Dr. Rita Kielhorn sich mit Blumen für den Kunstgenuss bedankt. In einem eigens aufgelegten Gästebuch verewigen die Zuhörer ihre Eindrücke.
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