"Brass Band Berlin" gratuliert Wurzer Sommerkonzerten zum Jubiläum
Mit gehörigem Schall und viel Witz

Tolle Musiker, grandiose Melodien, witzige Einlagen: Die "Brass Band Berlin" begeistert in Wurz. Bild: Stiegler
Kultur
Püchersreuth
24.07.2017
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Wurz. Den 30. Geburtstag kann man auch mal ganz laut feiern, das steht einem zu - auch den Wurzer Sommerkonzerten. Und die "Party" darf dann auch gerne mal an einem anderen Ort und nicht im historischen Pfarrhof sein. Viele Musikfreunde und Unterstützer der Wurzer Sommerkonzerte sind am Samstagabend in die Wurzer "O'Schnitthalle" gekommen, um dort einen temporeichen Abend zu erleben.

Schon der furiose Einzug der elf Musiker durch die Publikumsreihe zu den Klängen von "When the Saint's" gibt die Schlagzahl vor. Da wird über zwei Stunden lang geklappert, gerasselt und sogar geschossen. Die "Brass Band Berlin" um Leiter Thomas Hoffmann serviert zahlreiche Klassiker - immer gepaart mit viel Humor und etwas Slapstick - aus allen Genres: Von Johann Strauß bis James Bond, von Bolero bis zum "Russischen Säbeltanz, von der "Leichten Kavallerie" bis zu den Werken Richard Wagners. Für "Puristen" ist der Abend sicherlich nichts: Waghalsige Cross-Over-Versionen sowie Mixturen aus Klassik und Jazz dominieren auf der Bühne.

Walküre, Parzifal, Tannhäuser, Lohengrin und noch einiges mehr von Richard Wagner in einem einzigen Stück. Geht nicht? Doch geht, kompakt komprimiert auf viereinhalb Minuten, vorgetragen mit viel Verve und großem Wiedererkennungswert. Ein furioser Ritt durch die Wagner'sche Welt, dargeboten mit Humor und Augenzwinkern. Überhaupt: Der Spaß steckt den Musikern im Blut, allen voran dem Bandleader Thomas Hoffmann. Er dirigiert, musiziert, erzählt Witze und sorgt - genauso wie seine Mitspieler - für jede Menge Slapstick auf der Bühne. Das Publikum hört den "Posaunen-Strip", bei dem das Instrument während des Spiels auseinander- und wieder zusammengebaut wird, begibt sich auf eine historische Krimi-Reise mit den Titelmelodien von "Tatort", "Stahlnetz" und "Derrick" und wird Ohren-Zeuge einer formi-dablen Symbiose aus "Also sprach Zarathustra", dem "Peter Gunn Theme" und "Goldfinger" - kurz "Also sprach Peter zu Goldfinger". Bierernst wird es an diesem Abend selten, aber erstklassig ist es immer. Die Zuhörer sind begeistert: Mal ist es die Gesamt-Combo, die zu Jubelrufen animiert, dann sind es die Soloeinlagen der Instrumentalisten, die dem Witz des Bandleaders in Nichts nachstehen.

Sogar eine brasilianische Samba wird auf der Flöte angestimmt und animiert manche Zuhörerin zum Tanzen. Gute Laune auf der Bühne und eine große Show fürs Publikum. Langer Applaus für eine standesgemäße Jubiläumsfeier.
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