Feuerwehr versteht zu feiern
Mit Weihwasser und Gottes Segen

Die Wurzer Feuerwehr mit zahlreichen Vereinen und Gästen auf den Weg zur Kirche
Vermischtes
Püchersreuth
17.07.2017
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Elf Feuerwehren aus der Region kommen, um mit der Wurzer Wehr zu feiern. Auch der Patenverein aus Krummennaab marschierte mit seinen Festdamen beim Festzug mit.

Fast ganz Wurz steht Kopf. Nicht wegen einer sportlichen Veranstaltung wie vor 14 Tagen, sondern wegen der Feuerwehr. Sie feiert die Segnung des Erweiterungsbaus am Feuerwehrhaus und des neuen Mannschaftstransportwagens.

Wurz. Der Patenverein aus Krummennaab mit Festdamen, elf weitere Feuerwehren, alle mit Fahnen, die Ortsvereine und Ehrengäste bildeten unter der Marschmusik der "Waldnaabtaler" einen gigantischen Kirchenzug. Pfarrer Wolfgang Traßl ging in seiner Predigt auf den heiligen Florian ein, der im heutigen Lorch in Österreich geboren wurde, aber in St. Pölten lebte. Weil er sich weigerte, vom christlichen Glauben abzuschwören, wurde er mit einem Stein um den Hals in die Enns geworfen. Er war mutig und wollte Menschen helfen, sie schützen und retten. Ebenso vielfältig sind auch die Aufgaben der Feuerwehr. So gilt auch weiter der Spruch: "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr". Florian soll weiterhin ein Vorbild sein.

Nach dem Gottesdienst ging es bei Sonnenschein zum Gerätehaus. Vorsitzender und Altbürgermeister Lorenz Enslein begrüßte die Gäste und bat Pfarrer Traßl um die Segnung von Anbau und Fahrzeug. Anschließend berichtete Enslein, was in den Jahren 2005 bis 2006 und 2014 geleistet wurde. 77 000 Euro Spenden und Eigenleistung kamen zusammen. Für den Anbau und den neuen Mannschaftstransportwagen wurden nochmals 138 000 Euro an Vereinsmittel und Eigenleistungen erbracht. Die Gemeinde übernahm den Funkeinbau, die Mehrwertsteuer fürs Auto und den Einbau der Abgasabsaugung. Alle Maßnahmen wurden durch die Regierung der Oberpfalz gefördert und von der Gemeinde finanziell unterstützt. Dies Maßnahmen, so der Vorsitzende, ermöglichte der kameradschaftliche Zusammenhalt der letzten zwölf Jahre.

Selbst Bürgermeister Rudolf Schopper war voll des Lobes. In der Bauzeit von 14 Monaten sei alles wie geschmiert gelaufen. Er dankte allen, die zu diesem Erfolg einen Beitrag geleistet hatten. Schopper überreichte an Kommandant Thomas Mathes symbolisch einen überdimensionalen Schlüssel. Mathes gab einen Einblick in den 70 Quadratmeter großen Erweiterungsbau. Der offene Sichtdachstuhl sei eine Augenweide und mittels Aufdachdämmung auch energieeffizient und handwerklich meisterhaft ausgeführt. Alles sei mit moderner Elektronik verbaut worden. Der Übungsbalkon diene zur Ausbildung. Beide Bauwerke seien mit Rauchmelder ausgestattet.

"Florian Wurz 14/1" heißt der neue Mannschaftstransportwagen, in dem acht Feuerwehrleute Platz finden. Das Iveco-Fahrzeug wurde zum Schutz der Bevölkerung angeschafft, dient aber als Transportauto zu Aus- und Weiterbildungen. Der Chef der Wehr dankte allen, die zum Gelingen der Erweiterung und zur Anschaffung des neuen Fahrzeuges ihren Beitrag geleistet haben. Landrat Andreas Meier bezeichnete lobte: "Ihr habt alles geschickt eingefädelt und kreativ gestaltet."

"Hier wird Bürgersinn gezeigt", sagte MdL Annette Karl anerkennend. Kreisbrandrat Richard Meier gratulierte im Namen der Inspektion. Weiter sprach er sich für ein Jahr Fahrverbot für all diejenigen aus, die die Rettungsgasse nicht freimachen. Mit der Feuerwehrhymne endete am Vormittag der offizielle Teil und es ging zum Frühschoppen über. Viele nutzten den "Tag der offenen Tür" zur Besichtigung.

ThemenspielplatzNeben dem Gerätehaus stand eine verhüllte Tafel. "Keine Angst, das ist keine Tafel für ein Baugebiet", sagte Bürgermeister Schopper schmunzelnd. Als Mathes und Andreas Franz die Tafel enthüllten, staunten die Besucher, denn sie verweist auf einen Themenspielplatz am Gerätehaus. Es wird ein Feuerwehrauto zum Klettern und Spielen. Die Mittel in Höhe von gut 9000 Euro hat der Gemeinderat bereits zur Verfügung gestellt. Den Aufbau erledigt die Feuerwehr. (arw)
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