05.10.2017 - 20:00 Uhr
PüchersreuthOberpfalz

Pfarrer Wundlechner segnet Tiere in St. Quirin Himmlische Streicheleinheiten

Ilsenbach. Ob da nicht der heilige Franz von Assisi seine Finger im Spiel hatte? Pünktlich zu Beginn des Gottesdienstes in St. Quirin riss die Wolkendecke über der Wallfahrtskirche auf. Blauer Himmel empfing eine besondere Pilgerschar. Aber nicht nur deshalb strahlte Pfarrer Manfred Wundlechner bis über beide Ohren. Am Tag der deutschen Einheit stand wieder die Tiersegnung an.

Wer wird denn da so kritisch schauen? Es tut doch keinem weh, wenn Pfarrer Manfred Wundlechner in St. Quirin Haustiere segnet. Auch dem Geistlichen selbst übrigens nicht: Er bleibt erneut unverletzt. Bild: man
von Manfred Hartung Kontakt Profil

Gläubige aus der ganzen Region versammeln sich jedes Jahr zu diesem Anlass mit ihren besten Freunden. Viele sind "Stammgäste", manche fragen besorgt nach, wenn sie jemanden vermissen: "Die waren doch die letzten Jahre immer da." Eine eingeschworene Gemeinde eben.

Gut 150 Frauchen und Herrchen waren am Dienstag mit ihren Hunden und Katzen gekommen. Auch Schildkröten waren zu sehen. Und die kleine Würgeschlange "Pong" bekam nun schon zum zweiten Mal in ihrem jungen Leben ein Tröpfchen Weihwasser ab. Zu lebhaftem Gebell stimmte Pfarrer Wundlechner an: "Die Sonne hoch am Himmelszelt: Alles hat Gott gemacht."

Der geistliche Tierfreund mahnte die Menschen, gut und liebevoll mit ihren Schützlingen umzugehen. Alle Tiere seien Teil der Schöpfung. Nach dem Gottesdienst durften wieder alle zum Altar kommen, um sich einzeln die Zuwendung Gottes abzuholen. "Der Herr segne und behüte dich", wünschte Pfarrer Wundlechner, der den Kontakt mit seinen Lieblingen wieder verletzungsfrei überstand. Keiner hat gebissen, geschnappt oder gekratzt. Tiere merken eben, wenn es einer gut mit ihnen meint.

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