Zweimal Traumnote 1,0

20 Absolventinnen der Teilzeitschule Hauswirtschaft haben zwei Jahre lang hohen Einsatz bewiesen. Semesterleiterin Christina Wilhelm (links) überreichte die Urkunden. Anke Kretschmer (vorne, von links) und Sonja Schecklmann schafften einen glatten Einser. Bild: bgm
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Püchersreuth
20.04.2017
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Sie haben zwei Jahre lang neben Beruf und Familie abends auch noch die Schulbank gedrückt. Jetzt dürfen 20 Absolventinnen der Fachschule Hauswirtschaft endlich die hart erarbeitete Urkunde in Händen halten.

Neustadt/WN. (bgm) "Familien und Haushalte sind grundlegende Akteure unserer Gesellschaft. Sie sind die Keimzelle und verantwortlich für die Ressourcen und den Konsum", sagte Semesterleiterin Christina Wilhelm zur Bedeutung der einsemestrigen Weiterbildung in der Fachschule Hauswirtschaft.

Die 20 Absolventinnen seien jetzt bestens gerüstet für die Haushaltsführung, für die Versorgung und Betreuung sowohl der eigenen Familie als auch fremder Haushalte oder Gemeinschaftseinrichtungen. "Sie haben gelernt, Entscheidungen zu treffen und umzusetzen, unter Berücksichtigung der familiären Situation, der Finanzen und der nachhaltigen Nutzung von Wirtschaftsgütern", betonte Wilhelm. "Es war nicht immer leicht mit Familie, Kindern, Arbeitgebern, dem landwirtschaftlichen Betrieb, dem Abendunterricht und den weiten Anfahrtswegen. Sie haben etwas Großartiges geleistet", würdigte die Semesterleiterin.

Konsument statt Produzent

"Ich weiß, wie schwer es fällt, abends noch zu lernen oder das Haus zu verlassen, wenn man vorher mit den Kindern oder auf dem Hof gearbeitet hat", bestätigte auch Alexandra Lukas, die in Vertretung für die Kreisbäuerin ein Grußwort sprach und vor 15 Jahren selbst die Weiterbildung absolviert hat.

Landrat Andreas Meier sprach von einem Trend, dass sich die Menschen vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheiten in der Weltpolitik wieder stärker auf die Heimat fokussieren würden, wozu auch der Bereich der Hauswirtschaft gehöre. Er selbst befasse sich im Themenkomplex Hauswirtschaft vor allem mit dem Bereich der Kulinarik. "Allerdings mehr auf der Konsumenten- denn auf der Produzentenseite, denn das traut mir meine Frau nicht zu", erzählte der Landkreischef mit einem Augenzwinkern.

Einige Absolventinnen berichteten in einem Vortrag von den Ereignissen der vergangenen zwei Jahre, etwa dem Unterricht in Ernährungslehre, in Haushalts- und Finanzmanagement und über Stil und Etikette. "Fische schlachten mit Frau Stock war für manche ein ziemlicher Schock", reimten die frischgebackenen Hauswirtschafterinnen. Lehrfahrten nach Weihenstephan, nach Landsberg oder in Weinanbaugebiete rund um Würzburg hatten den Unterricht auf willkommene Art abgerundet.

Für musikalische Unterhaltung der Feierstunde im Landgasthof "Federkiel" in Rotzendorf sorgte der "Irta Zwoagsang" mit Bertram Erhardt und Hausherrin Astrid Kriechenbauer. Die Gastronomin stellte im Vortrag "Zukunft Hauswirtschaft - so kann's gehen" mit der Leiterin des Fortbildungszentrums Hauswirtschaft in Almesbach, Veronika Mend, ihr erfolgreiches Unternehmen vor.

Die BestenNeben dem Zeugnis, der Bescheinigung über die Ausbildereignung, dem Nachweis über das Seminar Unternehmensgründung und der Urkunde des Staatsministeriums über den Abschluss des Studiengangs, erhielten die Absolventinnen ein Buchgeschenk. 1,0 erreichten Anke Kretschmer aus Waidhaus und Sonja Schecklmann aus Kirchenthumbach. Sabrina Bauer (Wernberg), Katharina Laugwitz (Mitterteich) und Irene Weber (Kirchenthumbach) schafften den Notenschnitt 1,11. Alle fünf werden mit einem einjährigen Abonnement einer Fachzeitschrift belohnt. Für das im Mai beginnende, neue Semester sind noch wenige Plätze frei. (bgm)
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