26.06.2017 - 20:00 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Anna Hösl beleuchtet beim Katholischen Frauenbund das Thema "Demenz" - 1,2 Millionen Patienten Mit guten Gedanken vorbeugen

Trevesen. Mit vielen Fachbegriffen zu einem ernsten Thema, aber auch sehr unterhaltsam und humorvoll gestaltete Anna Hösl aus Wittschau bei Leuchtenberg beim Katholischen Frauenbund einen kurzweiligen Abend zum Thema "Demenz - eine schockierende Diagnose" im Haus der Vereine.

von Autor TWGProfil

Vom Fach

Hösl war 27 Jahre Sachbearbeiterin beim Sozial- und Arbeitsgericht. Seit Jahrzehnten ist sie im Ehrenamt für die Seniorenarbeit tätig, dazu zählen das Gedächtnistraining und der Seniorentanz, aber auch ihre Tätigkeit im Diözesan- und Landesverband des Katholischen Frauenbundes, dem sie zehn Jahre angehörte.

Die Referentin gab zunächst einen kurzen Einblick zu dem Komplex, bei dem sie interessante Impulse über die Vorbeugung einer Demenz gab. "Wenn jeder von Ihnen nur einen oder zwei Gedanken mit guten Vorsätzen aus diesem Abend mitnimmt, dann ist er gelungen." Sie ging auf das Risiko einer Demenz ein, denn heutzutage werden die Menschen ja immer älter, die Vergesslichkeit und eine schleichende Persönlichkeitsveränderung machen Betroffene und Angehörige zu Fremden.

Die Wesensveränderung, der Mentalitätsverlust, Orientierungsprobleme, Schlaflosigkeit oder ständige Müdigkeit, mangelndes Zeitgefühl und unberechenbare Gefühlsreaktionen sind die ersten Alarmsignale, totaler geistiger und körperlicher Verfall das Endstadium. Anna Hösl zählte die Säulen der Gesundheit auf.

Lebensstil, Besinnung, Bildung, Blickwinkel und Wahrnehmung sowie die Kindheitsprägung, die Förderung und die Gene zählen zum geistigen Fundament, auf die unsere Entwicklung aufgebaut wird. 1,2 Millionen Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt, das Risiko steigt mit dem Alter. Laut Statistiken sollen es 2030 bereits 2,5 Millionen sein. Laut Hösl ist Vorbeugen das oberste Gebot, sonst wird die Demenz zu einer Epidemie ausarten.

Erste Patientin

Auguste Deter war vor 100 Jahren die erste Alzheimerpatientin, die mit 55 Jahren desorientiert als Einzelfall in die Geschichte einging. Dr. Alois Alzheimer, der 1864 geboren ist, beschrieb als erster eine Demenzerkrankung.

"Tu deinem Leib des Öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen." Dieses Zitat von Teresa von Avila gab die Referentin den Frauen mit auf den Weg, denn zu den Faktoren für eine Demenzerkrankung, zählen der Alkohol- und Drogenkonsum, Medikamentenmissbrauch, Depressionen, Fehlernährung und Flüssigkeitsmangel, Bewegungs- und Sauerstoffmangel, Hypothonie (Bluthochdruck) sowie der immer mehr zunehmende Stress. Hösl machte den Zuhörerinnen auf beeindruckende Weise klar, dass man optimistisch das Leben verbringen soll, "mindestens mit zehn Leuten am Tag solle man ein Gespräch führen, denn das Zwischenmenschliche ist in unserer heutigen Zeit leider verloren gegangen".

"Zufrieden sein - Frieden finden", so könne die tägliche Lebensbewältigung gelingen, dem Leben eine positive Einstellung zu geben und so die Voraussetzung für Lebensfreude zu schaffen. Vorbeugung sei eine lebenslange Aufgabe, um Frieden zu finden. Eigentlich sollte man das "Vaterunser" umschreiben in "Unsere tägliche Freude gib uns heute".

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