11.09.2017 - 20:00 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Bewegender Festgottesdienst in der "Klausenkirche" - Blumen für Elisabeth Rickauer - Dank an ... Die Glocke schlägt zum Patrozinium

Pullenreuth/Dechantsees. An der Umgehungsstraße von Pullenreuth, an der Staatsstraße 2177, liegt gut sichtbar, beschattet von einer riesigen Linde, die sogenannte Klausenkirche. Die "Heilig-Kreuz"-Kirche begeht ihr Patrozinium stets am 14. September. Die noch von Hand geläutete Glocke rief am Sonntag zum Gottesdienst.

Der Kirchenchor St. Wolfgang sang unter der Leitung von Alexander Hecht.
von Autor LPPProfil

Die Pfarrgemeinde feierte einen festlichen Pfarrgottesdienst, begleitet von Gesängen des Kirchenchores St. Wolfgang unter der Leitung von Alexander Hecht. Der Chorleiter hatte dazu auch Lieder aus dem Gotteslob ausgewählt, die die Pfarrgemeinde gut mitsingen konnte. Der Chor schloss mit einem Marienlied .

Pfarrer Josef Waleszczuk ging in seiner Predigt auf das vielfältige Leid der Menschen ein. Das im Inneren des Gotteshauses verwahrte Original des auf dem Dach angebrachten Caravacca-Kreuzes, des sogenannten Schwedenkreuzes, sei auch aus der Not und dem Leid der Menschen entstanden. Die darauf befindlichen Segenssprüche wurden als Schutz gesprochen. Es entstand in einer Zeit um 1626, als die Bevölkerung von Krankheiten und Nöten geplagt war. Unter anderem wurde der auf dem Kreuz befindliche Zacharias-Segen gegen die Pest verwendet. Zum Festgottesdienst war das kleine Kirchlein, das während der Sommermonate immer montags für eine feierliche Stunde des Rosenkranzgebets mit Gesängen offen steht, mit herrlichen Sommerblumen geschmückt. Elisabeth Rickauer bringt hier wöchentlich frische Blumen, reinigt die kleine Kirche und kümmert sich um alles. Kleine, herbstlich dekorierte Kränze aus Naturmaterialien, gebunden von Marianne Weyh, ergänzen den Kirchenschmuck.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrer Waleszczuk dem Kirchenchor und Chorleiter Alexander Hecht für die würdige musikalische Gestaltung. Junge Sänger seien hier stets willkommen, lud der Ortspfarrer ein. Sein Dank ging an Elisabeth Rickauer, die die Klausenkirche hegt und pflegt. Für sie gab es Blumen als Dankeschön. Gerhard Dumler gestaltet wöchentlich mit seinen Mitstreitern die Rosenkranzandacht, auch dafür dankte ihm der Pfarrer, ebenso wie der Familie Heinl für die Pflege des Umfeldes der Kirche.

Im Kirchenführer der Pfarrei Pullenreuth steht zu lesen, dass das Hammergut Dechantsees 1723 vom Kloster Waldsassen erworben wurde. Im Auftrag des Klosters errichtete der Kemnather Maurermeister Mathias Weber das Kirchlein, neben dem früher eine Einsiedelei, eine Klause bestand. Die Kirche erhebt sich über einem kreuzförmigen Grundriss. Am westlichen First-Ende des Langhauses ragt das sogenannte Schwedenkreuz, ein fast drei Meter hohes Doppelbalkenkreuz, auf, wie man sie im Stiftland auf Kirchtürmen findet.

Doch das Kreuz von Dechantsees weist einige Unterschiede zu diesen Kreuzen auf. In das Eisenkreuz sind der Benediktus- und der Zachariassegen eingeschlagen. Das Gebäude wurde vor zwei Jahren grundsaniert und erstrahlt nun in frischen Farben.

Pfarrer Waleszczuk lud die Pfarrgemeinde zur Fahrt nach Aufhausen zur Professfeier von Barbara Rickauer ein. Die Fahrt findet am Samstag, 16. September, um 8 Uhr statt. Anmeldungen dazu sind noch im Pfarrbüro möglich unter Telefon 254.Neusorg

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.