05.03.2018 - 20:00 Uhr
Pullenreuth

Gut hacken und gießen

Auch ein Garten kann in die Jahre kommen. Welche Rolle dabei ein Hochbeet spielt, erklärt Kreisfachberater Harald Schlöger ausführlich.

von Autor TWGProfil

Trevesen. In der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins (wir berichteten) lobte Schlöger die Verantwortlichen für ihre zahlreichen Aktivitäten. Er hob besonders die Idee zum Kartoffelfest für Kinder hervor, von dem Fotos und ein Bericht auf der Homepage der Kreisfachberatung des Landkreises Tirschenreuth und im "Marienkäfer", dem Mitteilungsblatt des Kreisverbandes zu finden sind. Hierzu habe man positive Resonanz von anderen Vereinen erfahren.

Der Kreisfachberater gab den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Trevesen, einen informativen Einblick und wertvolle Ratschläge für einen erfolgreichen Gemüseanbau. Jedermann hat heutzutage seine Freude daran, etwas Gesundes aus seinem eigenen Garten zu ernten. Aber in einem Gemüsegarten steckt auch viel Arbeit.

Der Bauerngarten und der Anbau von eigenem Gemüse sind lange Zeit in den Hintergrund getreten. Aber nun sei ein Umdenken auch bei den jungen Leuten zu erkennen, die Wert legen auf gesunde Lebensmittel, die eine kurze Verweilzeit bis zur Verarbeitung in der Küche aufweisen. Klassische Selbstversorger-Gärten, wie man sie von früher kennt, seien in der heutigen Zeit utopisch.

Natürlich steckt jede Menge Arbeit in solchen Gärten, dazu machte Harald Schlöger Vorschläge: Beetbreite, anzulegende Wege, Beeteinfassungen und die Bearbeitungsfähigkeit des Bodens. Auch auf die Probleme beim Gemüseanbau ging er ein. Ganz schädlich ist Staunässe, sie ist tödlich für die Pflanzenwurzeln. Die Tiefgrundigkeit des Bodenaufbaus und das Problem der Bodenart sowie die Bodenqualität waren ebenso Thema. Die Bearbeitung müsse man stets anpassen, regelmäßiges Hacken und der Wasserhaushalt seien wichtige Bestandteile. "Gut gehackt, ist halb gegossen", so Schlöger. Auch die Bodenpflege, das Achten auf Humusversorgung, die Frühjahrsbodenbearbeitung und das richtige Düngen sind genauso wichtig.

Die körperlichen Anforderungen, die so ein Gemüsegarten mit sich bringt, sind enorm. Deshalb gibt es eine Alternative: Das Hochbeet, bei der man rückenschonend arbeiten kann. Hierzu gab der Kreisfachberater wertvolle Tipps, die man beim Neueinstieg beachten sollte. Die Höhe von 80 bis 110 Zentimeter und eine Breite von 1,20 Meter seien sinnvoll. Den Platz sollte man gut auswählen und einen Mischkulturanbau vornehmen. Der Referent zeigte die einzelnen Schichten beim Aufbau eines Hochbeetes auf und die Füllmaterialien. Wichtig sind die Folie zum Ausschlagen sowie ein Drahtgeflecht im Boden zum Schutz vor Wühlmäusen. Alternativen zum Hochbeet sind Strohballen-, Kisten-, Sack- und Palettengärtnern. Auch zum Zubehör wie Abdeckbretter, Schneckenzäune, Schneckenfallen und Schneckenkorn sowie die Bewässerungssysteme gab Schlöger Ratschläge.

Vorsitzender Markus Fenzl bedankte sich bei Harald Schlöger für den informativen und kurzweiligen Vortrag und übergab ihm ein kleines Präsent. Der Kreisfachberater gab den Gartenfreunden noch die neuesten Termine des Kreisverbandes bekannt. Zurzeit läuft bereits ein Gartenpflegegrundkurs im Landratsamt Tirschenreuth. Am 28. April besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Seminar für Kinder- und Jugendleiter ("Streuobst-Vielfalt - Beiß rein") in Poppenreuth. Der Tag der offenen Gartentür findet dieses Jahr in der Marktgemeinde Mähring am 24. Juni statt. Am 12. Oktober folgt die Jahrestagung des Kreisverbandes.

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