09.07.2017 - 20:00 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Traumhafte Stimmung beim Sommerkonzert auf der Burgruine Wahnsinn beim Weißenstein

Die Burgruine Weißenstein sorgt am Samstag wieder für einen traumhaften Hintergrund fürs Sommer-Open-Air der Gesellschaft Steinwaldia und der laue Sommerabend tat das seinige für einen Abend, an den sich die Gäste erinnern.

Stolz flattern über der stimmungsvoll beleuchteten Ruine die Fahnen des Burgbesitzers und der Gesellschaft Steinwaldia.
von Autor LPPProfil

Weißenstein. Jodelwahnsinn-Gründer Otto Göttler mit seiner "Ziach", Petra Amasreiter auf der Geige und Wolfgang Neumann, Gitarrist und Komponist: ein ganzes Instrumenten-Arsenal hatten die drei Oberbayern zur Burgruine geschafft, um daraus einen Hörgenuss fürs Publikum zu zaubern, mit Tuba, Ukulele, Blockflöte - aber auch mit Säge.

Tiefsinnig, hintergründig und mit einem Blick in die Seele der Menschen spielen sie für "jede Konfession, ob katholisch, evangelisch oder vegetarisch". Das Jodeln habe vermutlich ein Zimmermann erfunden, nachdem er sich mit dem Hammer auf den Daumen geschlagen hatte.

Donald Trump und der G-20-Gipfel, Kaffeemaschinen und -Kapseln, "Schmiergeldaffären" und Rolling Stones, blutsaugende Tierchen die "auf der Mauer, auf der Lauer" - nichts lässt der BDJW aus. Mit der "Sopranplastiktüte" zu spielen, bedeutete für die eingebundenen Zuschauer eine Herausforderung. Besonders der "Kontrabassist" mit dem großen blauen Müllsack hatte keine leichte Aufgabe. "Der Mond ist aufgegangen" zum Abschluss war wie gemacht für die Burgruine. Groß und klar stand er hinter dem Burgturm und beleuchtete die Szene magisch, wie den ganzen Abend die Lichtshow die alten Mauern. Man spürte, dass der Auftritt auch für die bühnenerfahrenen Musiker besonders war. Die Musiker lobten das aufmerksame Publikum und den besonderen Ort. Und sie dankten dem "Versorgungsteam", das alles auf die Beine gestellt hat. Zweiter Steinwaldia-Vorsitzender Thomas Lippert dankte dem BDJW für den Auftritt, Burgbesitzer Eberhard Freiherr von Gemmingen Hornberg und vor allem den Gästen.

Vor den Stars, hatten bereits Schüler und Ehemalige der Kreismusikschule den Weißenstein zum Klingen gebracht. Jazz und Swing, verpackt in schmissigen Melodien, hießen die Besucher willkommen. Vaclav Eichler und "Swazz" spielten sich in die Herzen der Gäste und erhielten viel Applaus für "Take Five" und "Caravan", aber auch für Stücke von Bon Jovi und Adele. Lea Dietel, Gesang, Sebastian Faltermann, Leo Mecklinger, Marie und Sophie Hofmann, Katharina Korf, Franka Plößner und Vaclav Eichler spielen Saxofon, Daniel Müller, Posaune, Hanna Purucker Trompete, Theo Nirsberger sitzt am Schlagzeug, Linda Hofmann spielt Bass, Daniel Zaus Klavier und Rainer Zaus E-Gitarre.

Die Besucher machten sich teils schon früh auf den 30-Minuten-Marsch vom Wanderparkplatz in Hohenhard zur Ruine. Andere nutzten den Shuttleservice und ließen sich im Bus fahren. Auf alle warteten die Helfer der Steinwaldia mit kühlen Getränken und Schmankerlbrotzeiten. Mancher bestieg noch vor dem Konzert den Turm. Fast 100 Stufen führen hinauf zu einem grandiosen Rundblick.

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