Ferienprogramm: Wanderung zu Flurdenkmälern
Geschichte hinter den Zeilen

Lokales
Pullenreuth
11.08.2014
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Feldkreuze, Flurkapellen, Bildstöcke, Tafeln an Wegrändern, Hofeinfahrten und im Wald geben seit Jahrhunderten Zeugnis von Ereignissen. Schöne, zur Dankbarkeit aufrufende Geschehnisse und traurige, schmerzliche Erlebnisse veranlassten die Bewohner, ihren Dank oder ihre Bitte in Stein und Eisen fassen zu lassen.

Die Katholische Landvolkbewegung Langentheilen unternahm im Ferienprogramm der Gemeinde Pullenreuth eine Wanderung zu den Flurdenkmälern. Fast jede Familie im Ortsteil Höll nennt eines ihr Eigen. Standen sie früher meist direkt in der offenen Flur, wurden sie in jüngerer Zeit meist wohnortnah wieder aufgestellt. Die jeweiligen Eigentümer berichteten vor Ort von der Entstehungsgeschichte. Manchmal ist der eigentliche Hintergrund aber schon vergessen, nur anhand der Initialen kann nachvollzogen werden, wer der Erbauer sein könnte. Sprüche aus der Bibel zieren die Marterln. In der Mariengrotte der Familie Greger steht seit 1922 eine rund ein Meter hohe Marienfigur, die damals, die Originalrechnung liegt noch vor, extra aus Lourdes in Frankreich eingekauft wurde. Leider ist vom Erbauer der tief im Hang fast verborgenen Grotte kein Name bekannt.

Elisabeth Rickauer führte die Gruppe, zu der auch zahlreiche Erwachsene gehörten, an und hatte für jeden Halt an einem Kreuz oder Bildstock Lieder und Gebete vorbereitet. Ziel und Anlaufstelle für viele treue "Wallfahrer" aus der Umgebung sind die Kapellen, Kreuze und Bildstöcke unvermindert. Sie bringen Blumen sowie Kerzen und tragen dorthin wohl auch ihre Sorgen, Bitten und ihren Dank.

Unterwegs sammelten die Kinder am Wegesrand Blumen, Blätter und Naturmaterialien. Damit bastelten sie bei der Einkehr bei der Familie Josef Heinl in Höll Bilder.
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