Über die vielfachen Risiken des Drogenkonsums referiert Achim Herkt bei der Steinwaldia
"Geschnupft, gerotzt, gespritzt": die tödlichen Muntermacher

Lokales
Pullenreuth
17.04.2013
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Zum Thema "Informationen zu illegalen Betäubungsmitteln, insbesondere Crystal Speed", referierte Achim Herkt vom Hauptzollamt Regensburg (Selb) auf Einladung der Gesellschaft Steinwaldia und des Jugendgemeinderates auf dem Kulturbuan der Glasschleif.

Dass das Thema brandaktuell ist, zeigte das große Interesse der Zuhörer. Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern, Großeltern und Vereinsvertreter allen Alters informierten sich über die Risiken, die der Drogenkonsum mit sich bringt. Thomas Lippert, der zweite Vorsitzende der Gesellschaft Steinwaldia, freute sich sehr über den regen Zuspruch.

Ab fünf Gramm Gefängnis

Achim Herkt stellte klar, dass er nicht die strafrechtliche Seite, denn schon der Besitz ab fünf Gramm illegaler Betäubungsmittel führt ins Gefängnis, beleuchten werde.

Er stellte Cannabis, Amphetamine und Aufputschmittel, die zur Sucht führen, schwere körperliche und psychische Schäden verursachen und den Konsumenten ruinieren, vor. Pflanzliche Betäubungsmittel und rein chemische, synthetische Betäubungsmittel gelte es zu unterscheiden.

Cannabis, das in der Szene als "Gras, Shit, Dope" genannt wird, wird geraucht oder gegessen. Herkt hatte für das interessierte Publikum eine breite Palette an Anschauungsmaterial dabei, von der "Cannabis-Platte" bis hin zur Haschpfeife, Crystal Speed und zahlreichen Hilfsmitteln zum Konsum.
Herkt ging auch auf die bunten Ecstasypillen ein, ebenfalls rein chemische Aufputschmittel. Die "E's", Pillen oder Teile genannten Muntermacher werden gegessen oder "eingeschmissen", erzeugen ein Gefühl von "Liebe" mit allen und dämpfen Hunger- und Durstgefühle. Man tanzt ein ganzes Wochenende durch, merkt keine Müdigkeit. Es gibt die Tabletten nur in hellen Farben mit lustigen Bildern versehen. Herkt warnte davor, sich auf offen angebotene Tabletten einzulassen. Ecstasy gebe es nicht in Blistern verpackt.

Die Frage einer besorgten Mutter, ob die Pillen unwissentlich im Getränk untergejubelt werden können, verneinte er. Denn bei allen angebotenen Drogen gehe es immer nur ums Geld. Wer Ecstasy verkaufen wolle, werfe es nicht unbemerkt in ein Glas. Das werde nur mit K.-o.-Tropfen gemacht - um die Opfer später auszurauben.

Abschließend stellte Achim Herkt noch das sehr teure Kokain vor. Hilfe für Betroffene gebe es im Landkreis Tirschenreuth beim Gesundheitsamt, den Fachambulanzen der Kliniken in Tirschenreuth und Weiden, bei den Landratsämtern, im Bezirkskrankenhaus Wöllershof und Bayreuth. Die Polizei müsse bei Kenntnis des Drogenkonsums eine Anzeige gegen die jeweilige Person aufnehmen. Damit sei aber gesundheitlich nicht geholfen. Informationen zum Thema "Keine Macht den Drogen" gibt es natürlich auch ausführlich im Internet unter "Need no speed". Thomas Lippert, der zweite Vorsitzende der Gesellschaft Steinwaldia, dankte dem Referenten für den Vortrag und überreichte ein kleines Präsent. Achim Herkt stand im Anschluss für persönliche Gespräche bereit.
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