29.09.2017 - 20:10 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Abschied von Jürgen Bäuml Freund und Kamerad

Ein schmerzlicher Verlust für Trevesen. Jürgen Bäuml ist vor einer Woche für viele unerwartet im Alter von nur 52 Jahren gestorben. Aus diesem traurigen Anlass ist eine riesige Trauergemeinde zur Filialkirche St. Wendelin gekommen, um ihn auf seinem letzten Erdenweg zu begleiten.

Die Feuerwehrfahnen von Trevesen, Pullenreuth, Lochau, Pilgramsreuth, Riglasreuth, Neusorg, Brand, Fuhrmannsreuth, Ebnath und Schwarzenreuth senkten sich zu Ehren von Jürgen Bäuml. Bild: twg
von Autor TWGProfil

Trevesen. Eigentlich hatten die Trevesener Hoffnung geschöpft, dass der allseits beliebte und in jedem Verein mithelfende Jürgen Bäuml, wieder genesen würde, da die zusätzliche alternative Therapie sehr gut angeschlagen hatte und eine wesentliche Besserung der Tumorerkrankung bestätigt worden war. Leider waren die Nebenwirkungen der dritten Chemo-Therapie zu stark - und sein Herz zu schwach.

Die kleine Kirche in Trevesen konnte die zahlreichen Trauergäste nicht aufnehmen, auf dem Kirchplatz waren Hunderte von Menschen versammelt, um Abschied zu nehmen von einem Familienmenschen, einem Freund, einem Arbeitskollegen, einem Vereinsmitglied und einem Kameraden. Alle Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg nahmen mit einer Abordnung am Gottesdienst teil. Zehn Fahnen versammelten sich im Altarraum und gaben dem Vorsitzenden und früheren Kommandanten der Feuerwehr Trevesen die letzte Ehre.

Dank für Unterstützung

Pfarrer Josef Waleszczuk erinnerte in seiner Predigt an die Gespräche mit dem Verstorbenen, seine freundschaftliche und kameradschaftliche Art, an seine Ansprachen auf Feierlichkeiten der Feuerwehr, aber auch an seine unvergesslichen Trauerreden auf dem Friedhof, wenn Kameraden verabschiedet wurden. "Nun müssen wir uns von ihm verabschieden", sagte der Pfarrer. Im Namen von Ehefrau Rita und Tochter Vanessa bedankte sich der Geistliche für die Unterstützung, die Jürgen Bäuml in der Zeit seines Leidens erhielt.

Am offenen Grab würdigten die Vertreter der vielen Vereine die Verdienste von Jürgen Bäuml. Roland Heinl vom Sportverein Riglasreuth, dem der Verstorbene 41 Jahre angehörte, erinnerte an Jürgens Zeit als Fußballer, aber auch an seine zwölfjährige Tätigkeit als Trainer verschiedener Jugendmannschaften. 2005 wurde ihm die Vereinsehrennadel in Bronze überreicht.

Beate Sporrer sprach für den Sportverein Trevesen, dem Jürgen Bäuml 1993 beigetreten war. Zwei Jahre war er zweiter Vorsitzender und sechs Jahre Beisitzer. "Jürgens Humor und seine stetige Bereitschaft, uns zu helfen, werden wir sehr vermissen", sagte die Vorsitzende. Ulrike Weiss von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Pullenreuth stellte die richtige Reihenfolge in Frage, die der liebe Gott hier nicht eingehalten habe und Jürgen Bäuml zu früh zu sich rief. Bei der UWG war Bäuml 14 Jahre aktives Mitglied.

"Unsagbar traurig"

"Wir vom Förderverein Trevesen sind unsagbar traurig und können es noch gar nicht glauben. Jürgen Bäuml reißt eine Lücke in unser Vereinsleben, die wir nie wieder schließen können", würdigte Eva-Maria Panzer das Gründungsmitglied. Das Haus der Vereine in Trevesen lag Jürgen Bäuml immer sehr am Herzen, außerdem war er Kassenprüfer und Wirt und stellte seine Kochkünste und sein Organisationstalent bei Grillfesten des Fördervereins unter Beweis.

"Ein großes Herz"

Auch Bürgermeister Hubert Kraus ergriff das Wort, und bedankte sich für Bäumls Arbeit als Kommandant und für seine ehrenamtliche Tätigkeit im örtlichen Vereinsleben. "Ein großes Herz hat aufgehört zu schlagen", sagte er. Trotz seiner Krankheit war Jürgen Bäuml bis zuletzt bei den Vorbereitungen für das Bürgerfest und das Feuerwehrfest in Trevesen eingebunden. Kreisbrandmeister Peter Prechtl, würdigte Bäumls Verdienste für die Feuerwehr.

Zum Schluss sprach der Kommandant der Feuerwehr Trevesen, Markus Müller. "Wir verlieren mit Jürgen Bäuml einen sehr guten Freund und Kameraden. Die richtigen Worte zu finden ist unmöglich, um auszudrücken, was er für unsere Feuerwehr geleistet hat." Als sich die Fahnen senkten, spielte Andreas Rickauer auf der Trompete das Lied "vom guten Kameraden". Zum Abschluss der Trauerfeier erklang das Lied "Amoi seg'n ma uns wieder".

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