19.07.2017 - 20:00 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Drei-Tage-Fest für Philipp

Die Feuerwehr Trevesen lässt es krachen. Grund dafür ist ein neues Gefährt. Drei Tage feiert der Ort das neue Tragkraftspritzenfahrzeug.

Der Festzug setzt sich in Bewegung, voran das neue Fahrzeug. Bilder: twg (2)
von Autor TWGProfil

Trevesen. Mit einem Gedicht (siehe Kasten) gab der Sohn vom Kommandanten der Feuerwehr Trevesen, Philipp Müller, dem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug seinen Namen. Die Feuerwehr Trevesen feierte die Einweihung ihres neuen Gefährts mit einem dreitägigen Fest. Bereits am Freitag gab es einen gemütlichen Abend im Zelt auf dem Dorfanger. Am Samstagabend merkten die Organisatoren an den Besucherzahlen die Konkurrenz anderer Veranstaltungen in der Nähe. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch: Walter Kobel aus Erbendorf heizte den Gästen ohne Pause ein.

Der Sonntag begann bereits um 8 Uhr mit der Aufstellung zum Kirchenzug. Ein langer Festzug bewegte sich in Richtung Sankt-Wendelin-Kirche, in der ein Festgottesdienst gefeiert wurde. Pfarrer Waleszczuk ging in seiner Predigt auf die Bereitschaft zu Helfen ein, die als urchristlich bezeichnet werden kann. Die Steinwaldmusikanten gestalteten die Messe mit feierlichen Liedern. Vor dem Gotteshaus weihte der Pfarrer anschließend das neue Tragkraftspritzenfahrzeug. Viele Feuerwehren aus der Verwaltungsgemeinschaft und der näheren Umgebung waren dabei.

Am Zelt begrüßte Kommandant Markus Müller die Ehrengäste: stellvertretenden Landrat Günter Kopp, Bürgermeister Hubert Kraus und Gemeinderäte, Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, Kreisbrandmeister Alois Schindler, Kreisjugendwart Achim Graßold, den ehemaligen Kreisbrandinspektor Hans Zetlmeisl, den ehemaligen Kreisbrandmeister Martin Englmann und den Ehrenschirmherrn Walter Weiß.

Müller bedankte sich beim Bürgermeister dafür, dass die Feuerwehr Trevesen nun mit modernem technischen Equipment ausgestattet sei, das neben motivierten und engagierten Feuerwehrleuten zum A und O jeder Feuerwehr zähle. Bereits 1875 wurde die Wehr in Trevesen gegründet, aber erst 1972 schaffte die damalige Gemeinde Trevesen ein Fahrzeug an. 1992 wurde dieses durch ein neues ersetzt. Am 12. Mai diesen Jahres nahmen die Trevesener nun das neue Tragkraftspritzenfahrzeug in Empfang.

Der stellvertretende Landrat Günter Kopp überbrachte die Grüße vom Landkreis und betonte, dass das neue Fahrzeug jeden Euro wert sei, da damit die Rettungskette gestärkt werden könne und es eine Garantie für schnelle Hilfe sei. Er übergab einen Scheck über 500 Euro vom Landkreis Tirschenreuth.

Bürgermeister Kraus erwähnte, dass es nicht nur um Brandschutz gehe, sondern auch darum, dass die Feuerwehrleute wieder gesund nach Hause kommen. Er wünschte eine unfallfreie Fahrt und immer eine unverletzte Rückkehr. Kreisbrandrat Andreas Wührl dankte der Regierung der Oberpfalz für die Förderung. Jürgen Bäuml, Vorsitzender der Feuerwehr Trevesen, übergab an den Bürgermeister einen Scheck in Höhe von 5000 Euro, mit dem sich die Wehr an den Kosten des neuen Fahrzeuges beteiligt.

Am Nachmittag war für die kleinen Festbesucher vieles geboten. 29 Kinder nahmen an einer Olympiade teil, deren acht Disziplinen aus Eierlauf, Sackhüpfen oder Nägel einschlagen und vielem mehr bestand. In den verschiedenen Altersgruppen wurden die Besten mit einem Preis ausgezeichnet, jedes Kind erhielt eine Urkunde und ein Malbuch. Die Feuerwehr Erbendorf war mit ihrer Drehleiter vor Ort, deren Fahrten von den Besuchern heiß begehrt waren, so mancher konnte einen Blick über das kleine Dorf Trevesen wagen.

Ehrungen

Am Sonntagabend standen Ehrungen langjähriger Feuerwehrleute an. Kommandant Markus Müller dankte den treuen Kameraden. Ausgezeichnet wurden für 10 Jahre Jürgen Meiller; Christian Müller, Marco Plattner und Stefan Uschold für 20 Jahre ; Alfred Plattner und Siegmund Wegmann für 40 Jahre sowie Siegfried Müller und Albert Wegmann für 60 Jahre .

Des Weiteren erhielten eine Urkunde für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr: Siegmund Wegmann, Josef Heindl und Werner Schultes. Julia Schultes und Alexander Rupprecht wurden zur Feuerwehrfrau bzw. -mann befördert, Benjamin Schiener und Stefan Schultes zum Oberfeuerwehrmann. (twg)

Gedicht des Paten Philipp Müller

"Wo man früher Pferd und Wagen sah, wird heut der Einsatz schneller wahr.

Ein verlässliches Gefährt, ist für die Feuerwehr viel wert.

Was länger schon in eurem Traum geschah, steht jetzt als Tragkraftspritzenfahrzeug da.

Dass euch euer neues jederzeit, gut zum Ziel bringt, nah und weit.

Ohne allzuviel zu kosten, oder vor der Zeit zu rosten.

Verschont bleibt auch von Dellen, die das Äußere entstellen.

Und mit wenig Durst nach Sprit, wünsche ich viel Glück damit." (twg)

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