17.09.2017 - 20:00 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Gemeinsame Übungen der jungen Brandschützer aus Pilgramsreuth Langentheilen, Pullenreuth, Lochau Wehrnachwuchs seilt sich ab

Am Radweg bei Lochau sind normalerweise eben nur Radfahrer anzutreffen. Diesmal aber bevölkern Jugendliche in orangen Schutzjacken den sogenannten Naabsteg.

Mit Leinen seilten sich die Jugendlichen ab, um eine abgestürzte "Person" aus einem Steilhang zu retten. Bilder: lpp (2)
von Autor LPPProfil

Lochau. Der Ort, wo sich der Fichtelnaab- und der Steinwaldradweg kreuzen, war Schauplatz einer Gemeinschaftsübung für den Nachwuchs der vier gemeindlichen Feuerwehren. Die Jugendwarte und ihre Stellvertreter der Wehren Pilgramsreuth-Langentheilen, Pullenreuth, Lochau und Trevesen, Christoph Heinl, Felix Wegmann, Corinna Hecht und Nico Spörl sowie Julia Schultes, hatten die Übung ausgearbeitet. Nach der Alarmierung trafen die Teilnehmer mit den Fahrzeugen in Lochau ein und holten sich beim Einsatzleiter Alexander Heining, der mit einem Fahrzeug an der alten Kläranlage stand, die Instruktionen. Mit ihren Jugendwarten bezogen die Jugendlichen die Stellungen.

Ein überfluteter Keller war das Szenario direkt an der Fichtelnaab. Diesen galt es leerzupumpen. Diese Aufgabe fiel den Mädchen und Jungs aus Lochau und Trevesen zu. Dazu errichteten sie eine Schlauchbrücke über den Radweg, damit vorbeikommende Wanderer, Rad- und Rollerfahrer die Stelle jederzeit passieren konnten. Eine zweite Gruppe sorgte für die gute Ausleuchtung des gesamten Areals und die Absicherung des Leuchtmastens. Notstromaggregate sprangen an, Pumpen wurden zu Wasser gelassen, die Schläuche ausgerollt, jeder der Jugendlichen kannte seine Position. Dann schoss das Wasser durch die Schläuche.

Die Abschnittsleiter, gekennzeichnet durch besondere Westen, teilten ein. Die einzelnen Gruppen verständigten sich über Funk, jede über einen gesonderten Kanal. Anweisungen mussten ordnungsgemäß angenommen und weitergeleitet sowie Rückmeldungen gegeben werden. Am Steilhang, der zur Fichtelnaab abfällt, sollte eine im Gestrüpp liegende, verletzte Person gerettet werden. Sie und sich selbst zu sichern, die Person mit einer Trage den steilen Abhang hinauftragen und sie an den Rettungswagen zu übergeben, waren die Aufgaben für den Nachwuchs der Feuerwehren Pullenreuth und Pilgramsreuth.

Bürgermeister Hubert Kraus war vor Ort und informierte sich über die Leistungen bei der Jugendgemeinschaftsübung. Nachdem alle Aufgaben erfolgreich absolviert waren, räumten die Teilnehmer die Gerätschaften fachkundig in die Fahrzeuge zurück. Danach trafen sich alle im Feuerwehrhaus in Lochau zur Nachbesprechung. Einsatzleiter Alexander Heining zog ein positive Resümee. Mit einer kräftigen Brotzeit klang die Gemeinschaftsübung aus.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.