07.01.2018 - 17:12 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Neujahresempfang der Gemeinde Pullenreuth Wo die Welt in Ordnung ist

Erstmals in der Amtszeit von Bürgermeister Hubert Kraus gibt es einen Neujahrsempfang in der Gemeinde Pullenreuth. Vertreter aus Gesellschaft, Kirche und Politik folgen der Einladung ins Schützenhaus, um das neue Jahr willkommen zu heißen.

Den ersten Pullenreuther Neujahrsempfang im Schützenhaus gestalteten die Steinwaldmusikanten (Dirigent Johannes Hecht) und die Sängergemeinschaft Pullenreuth-Lochau (Leitung Alexander Hecht). Bilder: twg (3)
von Autor TWGProfil

Die Idee für den Neujahrsempfang entstand dadurch, dass ein würdiger Rahmen geschaffen werden sollte, um einigen Bürgern der Gemeinde Danke zu sagen. Den Abend eröffneten die Steinwaldmusikanten und die Sängergemeinschaft Pullenreuth-Lochau. Kraus wünschte allen Anwesenden, ein gesundes, neues Jahr.

Er begrüßte seine Stellvertreterin Gabi Hawranek und die Gemeinderäte. Allen sei es "eine Herzensangelegenheit, für die Gemeinde die besten Lösungen zu finden und die auch immer mit großem Engagement hinter diesen Entscheidungen stehen." Ohne die Bürger wäre das Gemeindeleben "fade und eintönig", betonte Kraus. Die Arbeit der Vereine und Organisationen in der Gemeinde mache das Leben in Pullenreuth lebenswert, sie sind für das Gemeinschaftsgefühl und den großen Zusammenhalt verantwortlich. Die Vereinsarbeit liege dem Gemeindeoberhaupt deshalb sehr am Herzen.

Zwei neue Ehrenbürger

Bereits im vergangenen Jahr wurden einige Bürger für ihre Verdienste in den Gemeinderatssitzungen geehrt, Kraus verlas auch im großen Rahmen noch einmal die Lobreden. Hubert Seitz wurde mit einer Dankurkunde geehrt. Er ließ nicht zu, dass das Wasserrecht an der nicht mehr genutzten Heubergquelle verfällt. Die Ehrenbürgerwürde, wurde Hubert Spörrer verliehen. Er war 27 Jahre im Gemeinderat, davon 15 Jahre zweiter Bürgermeister. Zahlreichen Verbänden und Ausschüssen gehörte er an und war als Senioren- und Behindertenbeauftragter tätig. Auch Joseph Übelmesser wurde 2017 mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet. Bereits in der Altgemeinde Pilgramsreuth war er im Gemeinderat vertreten und übte dieses Amt über 30 Jahre, von 1978 bis 2008 ununterbrochen aus. Auch er war in zahlreichen Ausschüssen vertreten, zudem engagierte er sich im Wasserbeschaffungsverband Langentheilen-Pilgramsreuth - von 1975 bis 1980 als Beisitzer und von 1980 bis 2015 als zweiter Vorsitzender.

Auch den vier Feuerwehren der Gemeinde Pullenreuth sprach der Gemeindevorsteher seinen Dank aus, da das alltägliche Miteinander zwischen den Wehren und der Gemeinde hervorragend funktioniere. Auch der Nachbarschaftshilfe zollte Kraus Dank, für die geleistete Hilfe für die Bürger und die zahlreichen Veranstaltungen für die Senioren. Ebenfalls in der Laudatio von Hubert Kraus, stand ein Dankeschön an den Jugendbürgermeister Julian Krös, der sich schon in jungen Jahren für die Gemeinde einsetzt.

Kraus erinnerte auch an den Abschied von einigen Gemeindebürgern, die sich für das Ortsleben engagierten. Ganz besonders dachte er an den Vorstand der Feuerwehr Trevesen, Jürgen Bäuml, der viel für die Feuerwehr und die Dorfgemeinschaft geleistet hat und trotz seiner Krankheit bei der Organisation des Bürgerfestes unermüdlich mitgeholfen hatte.

Zusammenhalt wichtig

2017 sei auch in Pullenreuth einiges passiert: Dies erkenne man an Zahlen und Statistiken, Investitionen und geplanten Projekten, die in den Bürgerversammlungen vorgelegt wurden. Auch zahlreiche Feste und Veranstaltungen zeigen die gute Zusammenarbeit und den Zusammenhalt. Ein besonderer Erfolg war für Kraus das Bürgerfest in Trevesen, an dem alle Ortsteile gemeinsam und bei herrlichem Wetter schöne Stunden verbrachten. Auch die Raunacht der Steinwaldia, die beiden Fahrzeugweihen in Trevesen und Pilgramsreuth, das Pfingstfest in Lochau und die Serenade der Blasmusik haben gezeigt, wie gut es in Pullenreuth läuft.

Im Jahresrückblick ging Kraus auch auf die Weltpolitik ein. Zahlreiche Anschläge würden die Welt ein Stück kälter und grausamer werden lassen. Auch die Unfähigkeit der gewählten Parteien, sich auf eine gemeinsame Koalition zu einigen, frustriere und verunsichere die Menschen in Deutschland. Deshalb könne man froh sein, wenn man in einer "kleinen aber feinen Gemeinde" auf dem Land lebt, wo die Welt noch in Ordnung ist.

Das Gemeindeoberhaupt bedankte sich zum Schluss bei den Sängern unter der Leitung von Alexander Hecht, sowie den Steinwaldmusikanten mit ihrem Dirigenten Johannes Hecht, die bei dem Neujahrsempfang mit ihrer Musik beeindruckten. Ebenso dankte er dem Schützenverein für die Bewirtung.

Motor und Bindeglied: Dankurkunde für Martin Greger

Beim Neujahrsempfang überreichte Gemeindeoberhaupt Kraus eine Dankurkunde an Martin Greger.

Martin Greger war der Motor und der Antrieb beim Umbau des Dorfhauses in Lochau. Ohne ihn wäre dieses Projekt in dieser Form nicht oder nur schwerlich möglich gewesen. Laut Bürgermeister Hubert Kraus war Martin Greger nahezu Tag und Nacht auf der Baustelle und fuhr täglich mehrmals in die Baustoffhandlung, um die zahlreichen Helfer mit Material zu versorgen.

Er fungierte als Bindeglied zwischen der Kirchenverwaltung, der Gemeinde und der Dorfgemeinschaft. Er verstand es, die Helfer immer zu motivieren. So konnten durch etwa 5000 Stunden Eigenleistung - vom Spatenstich 2011 bis zur Fertigstellung 2014 - etwa 20 000 Euro Kosten für die Gemeinde gespart werden. (twg)

Die Arbeit der Vereine und Organisationen in der Gemeinde macht das Leben in Pullenreuth lebenswert.Bürgermeister Hubert Kraus

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