04.05.2018 - 20:00 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Quellensanierung in Pullenreuth: Informationsbesuch aus Tschechien: Tiefe Einblicke fürs Nachbarland

Neugier kennt im positiven Sinne keine Grenzen. Zum Ausdruck kam dies bei der Visite einer etwa zehnköpfigen Delegation aus Eger in der Steinwaldkommune. Zentrales Thema dabei war die zum Teil schon abgeschlossene und noch laufende Quellensanierung. Vorrangig für die tschechische Besucher war, sich umfassend über den Umfang von Maßnahmen von Quellensanierung zu informieren.

Eine Delegation aus Eger informiert sich über den Umfang von Quellensanierungen. Bild: br
von Hubert BrendelProfil

An der Spitze der Delegation aus Eger stand Diplom-Ingenieur Steffen Zagermann als Vorstandsvorsitzender des kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgers Chevak. Dessen Versorgungsgebiet erstreckt sich bis nach Asch und Marienbad. Nach seinen Worten beabsichtigt das Unternehmen auch Quellensanierungsmaßnahmen vorzunehmen. Aus den Geschichtsbüchern ist zu entnehmen, dass die Stadt Eger auf königlichen Beschluss anno 1911 Wasser aus Quellen bei Waldsassen gewonnen hat.

So lag es nahe, sich in der Steinwaldkommune über Quellensanierung zu informieren, wenngleich Max Wiederer, Sachgebietsleiter Wasserversorgung beim Wasserwirtschaftsamt Weiden sowie seine Kollegin, Geologin Beke Rosleff-Sörensen den Besuch "eingefädelt" hatten. Bürgermeister Hubert Kraus freut sich über das Interesse "eines großen Wasserversorgers" aus dem Nachbarland. Es blieb jedoch nicht nur bei Gesprächen, denn es wurde auch ein "tiefer Blick" gewährt.

Dazu nahm die Gruppe die bereits abgeschlossene Sanierung der "Hochwaldquelle 2" in Augenschein. Wiederer erläuterte, welche wasserrechtlichen Belange bei einer Quellensanierung zu berücksichtigen sind. Markus Münchmeier, Chef des gleichnamigen Ingenieurbüros in Erbendorf, erläuterte die Vorgehensweise und die Arbeitsschritte. Anschaulich verdeutlichte er dies anhand einer Bilderdokumentation, die bei der tschechischen Delegation großes Interesse fand.

Holger Dederl von der Baufirma Wilhelm Bauer in Erbendorf, die mit den Sanierungsmaßnahmen beauftragt ist, verwies darauf, dass der Einsatz von schweren Baumaschinen an hohen Anforderungen geknüpft sei. Unter anderem nannte er die strengen Vorgaben bei der Verwendung von Schmiermittel, wenn Bagger bei den Sanierungsmaßnahmen im Quellenbereich zum Einsatz kommen. Abgerundet wurde der Besuch mit der Besichtigung der begonnen Quellensanierung, mehrere 100 Meter von "Hochwaldquelle 2" entfernt.

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