05.04.2014 - 00:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

"Gefahr für die Allgemeinheit"

von Autor AHSProfil

Der 46-jährige Straßenkehrer, der am 1. August letzten Jahres eine einstündige Amokfahrt durch Regensburg unternahm, ist schuldunfähig. Zu diesem Ergebnis kamen - wie zuvor ein psychiatrischer Gutachter - am Donnerstag Staatsanwalt Markus Herbst, die Nebenklagevertreter Wolfgang Schlachter und Nils Pütz sowie der Verteidiger Michael Haizmann. Das am Dienstag zu verkündende Urteil wird daher für die Prozessbeteiligten keine Überraschung mehr bringen. Noch einmal schilderte Staatsanwalt Herbst die Wahnsinnsfahrt des Beschuldigten an jenem Sommertag. Erst der Treppenaufgang zu einem Waschsalon konnte den Fahrer stoppen. Bei dem Aufprall kam ein fünfjähriges Mädchen ums Leben, die dreijährige Schwester erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Vom Beschuldigten würde eine große Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen, weshalb eine stationäre Therapie nicht ausreiche. Mit dem Satz "Diese Causa ist eine unfassbare Tragödie für die Angehörigen, aber auch für meinen Mandanten", zeichnete der Verteidiger das Bild eines bis dahin unbescholtenen Mannes. Eine Wesensveränderung sei bei ihm Ende 2011 aufgetreten.

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