19.08.2014 - 00:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

Hinterdobler warnt: Fehlende Kapazitäten gefährden die Zukunft Zu langsames Internet bremst Handwerk aus

Das Handwerk fordert einen zügigen Ausbau der Breitbandversorgung in der Oberpfalz. Denn längst wird das langsame Internet zum Hindernis - für das Geschäft und für die künftige Entwicklung. "Ohne schnelles Internet gibt es keine Zukunft", warnt Toni Hinterdobler, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Regensburg.

Die Kabel, die jeden mit der ganzen Welt verbinden. Am Mittwoch will die Bundesregierung ihre "Digitale Agenda" vorstellen. Das Oberpfälzer Handwerk mahnt, dass gerade im ländlichen Raum noch großer Handlungsbedarf beim Ausbau des Breitbandnetzes besteht. (Bild: dpa)
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Bundesweit klagt jeder zehnte Handwerksbetrieb (10,7 Prozent) über einen zu langsamen Internetzugang. 18,7 Prozent fürchten, dass die zu niedrige Internetgeschwindigkeit eine Wachstumbremse für ihr Unternehmen wird. Dies ergab die Umfrage "Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse im Handwerk" des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. An der Umfrage im 1. Quartal beteiligten sich 6230 Betriebe.

Für die Oberpfalz dürften diese Zahlen dramatischer ausfallen. Zwar liegen der Handwerkskammer in Regensburg keine regionalisierten Daten vor, aber sie verweist auf den Breitbandatlas des Bundesverkehrsministeriums. Demnach könne in der Oberpfalz "selbst die Übertragungsrate mit einer geringeren Bandbreite von 16 Mbit/s und mehr" gerademal in einem der sieben Landkreise, nämlich in Regensburg, mehr als 75 Prozent aller Haushalte angeboten werden", sagt Hinterdobler. Außerhalb der kreisfreien Städte gebe es nur im Landkreis Regensburg für mehr als 50 Prozent aller Haushalte schnelle Internet-Verbindungen.

Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, kritisiert zudem die einseitige industriepolitische Ausrichtung. Mit Blick auf die "Digitale Agenda" der Bundesregierung fordert er, der Mittelstand müsse in den Fokus gerückt werden. Heute beschließt das Bundeskabinett die "Digitalen Agenda".

Im Anschluss an die Sitzung wird diese von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und dem Bundesminister für digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU), vorgestellt.

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