24.11.2017 - 20:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

Ausstellung mit Eduard Winklhofer Die Magie der einfachen Dinge

Es zeugt schon von einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, auf einer großräumigen Ausstellungsfläche samt Galerie nur ein einziges Kunstwerk zu präsentieren. Die Wirkung des Bootes von Eduard Winklhofer ist dafür umso größer: Eindrucksvoll, geradezu mächtig liegt das Objekt im großen Ausstellungsraum des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg.

Sulzbach-Rosenberg. (aks) "The Go-Betweens" haben den Indie-Pop der 70er- und 80er-Jahre geprägt wie kaum eine andere Band. Robert Forster hat jetzt die Geschichte dahinter zu Papier gebracht und dabei auch festgehalten, was seine private und musikalische Freundschaft mit dem 2006 verstorbenen Grant McLennan ausmachte. Am Dienstag, 28. November (19.30 Uhr), ist der Australier mit seinen Memoiren "Grant und ich", seiner Gitarre und einigen "Go-Between"-Hits live im "Capitol" in Sulzbach-Rosenberg zu erlebe
von Susanne WolkeProfil

"Magische Kraft, Poesie der Gegenstände, Sinnlichkeit der Objekte" - Dr. Georg J. Haber versucht, die Ausstrahlung der Winklhoferschen Werke in Worte zu fassen. Als der Vorsitzende des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg dessen aktuelle Ausstellung eröffnet, zeigt er sich nicht nur ergriffen, sondern auch stolz. Stolz auf eine Schau, die vom Künstler selbst minuziös geplant wurde und "unzählige Arbeitsstunden" in Anspruch genommen hat. Denn auch wenn sich die Arbeiten Eduard Winklhofers auf eine geringe Anzahl reduzieren: Klein ist die Schau des Künstlers keinesfalls. Nicht minder wirkungsvoll als das mit Glühbirnen und Kabeln beladene und somit magisch leuchtende Boot ist die Arbeit im Raum nebenan. Eine Wand aus Bienenwaben erstreckt sich dort über die ganze Raumbreite. Die wächsernen Platten in verschiedenen Honigschattierungen wirken wie ein riesiges Fenster aus Bernstein. Dass sie einen verlockenden Duft verströmt, gibt der Arbeit noch mehr Sinnlichkeit.

Für den ungewöhnlichen Stil Eduard Winklhofers gibt es einen Namen: Der Künstler, der außer in Düsseldorf noch einen Wohnsitz in Italien hat, ist eng verbunden mit der "Arte povera". Die italienische Kunstströmung verwendet für ihre räumlichen Installationen vorzugsweise "arme Materialien" - Erde, Glassplitter oder Holz. Bei Eduard Winklhofer sind es die Bienenwaben - oder auch abgelegte Bücher. Aus solchen hat er im Kunst- und Gewerbeverein eine weitere Wand mit verblüffender Wirkung errichtet. Aus der Ferne wirken die kunstvoll aufgeschichteten Bücher wie edles Mauerwerk.

"Eduard Winklhofer betreibt keine Effekthascherei", beschrieb Georg Haber bei der Eröffnung das Werk des Künstlers. Die Arbeiten brauchen keine grelle Inszenierung. Dafür verströmen sie umso mehr Selbstbewusstsein.Ergänzt wird die Ausstellung Eduard Winklhofers im Kunst- und Gewerbeverein durch eine kleine Präsentation im Eingangsbereich. Der Bienenzuchtverein Regensburg gibt hier anlässlich seines 125-jährigen Bestehens einen Überblick über die Imkerei.

Mit dem Thema Bienen im weitesten Sinne sind die beiden Ausstellungen hochaktuell. Angesichts der Diskussion um das Verbot des Pestizids Glyphosat - schuld am Bienensterben und schädlich für Mensch und Umwelt - bleibt zu hoffen, dass die Schau einen kleinen Beitrag zur Aufrüttelung leisten kann.

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Die Ausstellung "Georg Winklhofer" läuft bis 17. Dezember im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg, Ludwigstraße 6. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Weitere Infos: 0941/58160. Am 2. Dezember finden Führungen mit der Künstlerin Gisela Conrad statt. Anmeldung: 0941/5072433 oder unter www.vhs-regensburg.de.Berlin. (dpa) Führende Filmemacher fordern einen Neuanfang für die Berlinale. In einer Erklärung, die am Freitag auf "Spiegel Online" veröffentlicht wurde, verlangen 79 Regisseurinnen und Regisseure, "das Festival programmatisch zu erneuern und zu entschlacken". Zu den Unterzeichnern gehören Maren Ade, Fatih Akin, Doris Dörrie, Andreas Dresen, Dominik Graf, Barbara Klemm, Caroline Link, Christian Petzold, Rosa von Praunheim, Edgar Reitz, Volker Schlöndorff, Hans-Christian Schmid, Margarethe von Trotta und Simon Verhoeven. Der Juryvorsitzende der nächsten Internationalen Filmfestspiele Berlin (15. bis 25. Februar 2018), Tom Tykwer, hat nicht unterschrieben. Anlass für die Erklärung ist die Frage der künftigen Leitung des Filmfestivals, das zu den weltweit wichtigsten neben Cannes und Venedig zählt. Der Vertrag von Dieter Kosslick (69), der die Berlinale seit 2001 leitet, läuft 2019 aus. An seiner Filmauswahl für den offiziellen Wettbewerb hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik gegeben.

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