Die "kunst.schau 13" in der neuen Kunsthalle der Uni Regensburg eröffnet
Eine Plattform für junge Kunst

Die Studierenden und Lehrenden probierten neue Techniken. Hier eine Weste aus Teebeuteln von Brigitte Fotin. Bild: Wolke
Kultur
Regensburg
02.05.2013
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Die Domstadt ist um einen Ausstellungsort reicher: Die Kunsthalle der Universität wurde nun direkt über dem Audimax und mit Blick auf den Campus eingerichtet. Der Anlass der Eröffnung war ebenfalls eine Neuerung: Die traditionelle Jahresausstellung mit Werken Studierender und Lehrender des Instituts für Kunsterziehung wird erstmals nicht im Winter- sondern im Sommersemester abgehalten.

Rund 60 Exponate

"kunst.schau 13" lautet der ebenfalls neue Titel der Präsentation. Zu sehen sind rund 60 Exponate in verschiedenen Techniken der Malerei, Grafik, Fotografie und Plastik. Entstanden sind die Arbeiten im Rahmen von Seminaren, Exkursionen, Werkwochen und freier Atelierarbeit. Die unterschiedlichen Ansatzpunkte, die die Beteiligten dabei ausprobierten, zeigt die bunte Mischung der Werke:

Da gibt es eine traditionelle Landschaftsansicht von Josef Mittlmeier und eine aus Teebeuteln gefertigte Weste von Brigitte Fotin. Günter Schwarz hat in einen Parfumflakon die Figuren zweier junger Frauen im Minirock eingesetzt. Der Arbeit verpasste er den Titel "Made for Men". Lena Schabus kreierte durch Fotobearbeitung ein "Surreales Ferienidyll".
"Was wir den Studierenden vermitteln wollen ist die Freiheit im Erfinden", erklärte Prof. Dr. Birgit Eiglsperger in ihrer Einführungsrede zur Schau. Deutlich machte die Leiterin des Instituts für Kunsterziehung dies am Beispiel eines Porträts. "Der Versuch einer Kopie ist nicht die Intention des Künstlers", hob sie hervor.

Persönlichkeit entfalten

Die Eröffnung der Schau stand gleichsam für eine kulturelle Offensive, mit der die Universität ihrem Bildungsauftrag im weiteren Sinne gerecht werden will. Mit dem Projekt "kultUR - campus creativ" fasst die Hochschule seit knapp zwei Jahren ihre Aktivitäten im kulturellen Bereich zusammen.

Über den Brückenschlag zwischen Hochschule und Altstadt, der durch Aktionen wie die "kunst.schau 13" vollzogen wird, zeigte sich auch Klemens Unger erfreut. "Die Universität Regensburg ist eine moderne Hochschule, an der junge Menschen ihre Persönlichkeit entfalten können", lobte der Kulturreferent der Stadt Regensburg.
Erstmals angereist für die Schau der Kunsterzieher war auch ein Gast aus München. "Von zeitgenössischer Kunst verstehe ich nicht recht viel", verkündete Michael Weidenhiller offen heraus. Nicht zuletzt diese Worte eines Ministerialrats für kulturelle Bildung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus machen deutlich: Der Bedarf an Plattformen für junge Kunst ist vorhanden. Die Kunsthalle im Audimax und die "kunst.schau 13" kommen da gerade recht.

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Die "kunst.schau 13" ist bis zum 16. Mai in der Kunsthalle im 1. Stock des Audimax an der Universität Regensburg zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch und Freitag von 12 bis 16 Uhr sowie Donnerstag von 12 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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