Ein Klassiker als Bühnenshow: "Singin' in the Rain" hat im Regensburger Theater am ...
Herzen klopfen im Takt der Regentropfen

Don Lockwood (Jochen Schmidtke), Kathy Selden (Monika Staszak) und Cosmo Brown (Cameron Becker, von links) haben den Schwung nicht verloren - auch wenn es draußen stürmt und regnet. Bild: hfz
Kultur
Regensburg
21.06.2011
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Euphorischer und kaum enden wollender Beifall brandete am Sonntagabend im Regensburger Theater am Bismarckplatz auf - und das völlig zurecht. Denn was das Theater Regensburg mit seiner aktuellen Adaption des Filmklassikers "Singin' in the Rain" (1952) auf die Beine stellte, verdient Anerkennung und größtes Lob.

Was da über die Bühne geht, ist ganz großes Broadway-Theater. Regisseur Craig Simmons schuf eine beeindruckend bunte und unterhaltsame Inszenierung, die alle Elemente dieses Genres in bester Show-Manier aufweist.

Die Produktion scheut keine Kosten und Mühen, um alle Aspekte und jedes Detail des Stoffes groß in Szene zu setzen - Kunstregen inklusive. Das reicht von den kreischenden weiblichen Fans beim Gala-Auftrieb der Hollywoodstars über aufwendige Bühnenbilder mit Filmeinspielungen bis hin zu großen Tanz- und Stepp-Ensembles im Broadway-Stil.

Filmische Kleinkunstwerke

Neben vielen anderen originellen und raffinierten Details der Inszenierung ernteten die auf Großleinwand eingespielten Stummfilm- und Tonfilmszenen an diesem Premierenabend einen Sonderbeifall. Und auch das völlig zurecht, denn die Komik und die humoristische Raffinesse, die allein schon in diesen bravourös gestalteten kleinen Filmchen stecken, machen diese Einspielungen zu originellen Kunstwerken für sich.
Während der gesamten Produktion gehen die Regie von Craig Simmons und die Choreographie von Sean Stephens Hand in Hand. So erlebt man lebendige Bewegungsabläufe mit viel Slapstick, Tanz und Komik. In allen diesen drei Genres blüht Cameron Becker in der Rolle des Cosmo Brown so richtig auf. Hier kann er seine vielseitige Begabung auf beeindruckende Weise zur Geltung bringen. Ähnliches gilt auch für Jochen Schmidtke als Don Lockwood.

Eine köstlich schrill piepsende Diva gibt Christiana Knaus-Waldmann als Lina Lamont, während Monika Staszak in der Rolle der Kathy Selden gesanglich brilliert. Aber auch alle anderen der zahlreichen Rollen sind treffend besetzt. Den hervorragend in die Regie und Choreographie eingebundenen Chor hat Christoph Heil überzeugend einstudiert. Das Orchester fand unter der Leitung von Philip van Buren immer die richtigen Tempi und entwickelte einen packenden Drive.

Eine wirklich bemerkenswerte Leistung bietet im Rahmen dieser Produktion auch das Ballett, das durch die Stepp-Einlagen richtig gefordert ist. Ausdrucksstark setzen die Tänzerinnen und Tänzer Sean Stephen kreative und unterhaltsame Choreografie um. Aber auch die Arbeit der vielen an der Produktion beteiligten Kleindarsteller und Statisten verdient es, hier einmal gesondert erwähnt zu werden, denn sie komplettiert den positiven Gesamteindruck, der die Produktion so empfehlenswert macht.

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Weitere Vorstellungen am 24., 25., 26. und 30. Juni sowie am 6., 7., 10., 17., 19. und 22. Juli jeweils 19.30 Uhr.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.theaterregensburg.de
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