Filmfest "Mittelpunkt Europa" zeigt zeitgenössische Filme aus osteuropäischen Ländern
Randerscheinungen ins Licht rücken

Mit dem Film polnischen Film "The Last Family" wird das Filmfest "Mittelpunkt Europa" am 4. März eröffnet. Insgesamt werden an drei Tagen sieben Langfilme und sieben Kurzfilme aus den Ländern Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Belarus gezeigt. Bild: New Europe Film Sales
Kultur
Regensburg
07.02.2018
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Das Filmfest "Mittelpunkt Europa", das erstmals in Regensburg stattfindet, zeigt an vier Tagen zeitgenössische Kurz- und Langfilme aus dem östlichen Europa. Der Titel ist Programm.

Eigentlich müsste es dieses Festival in der Oberpfalz schon längst geben, denn seit vielen Jahrhunderten begreift sich Regensburg und auch die Region als Brücke zwischen Ost und West. Auch die Universität Regensburg versteht sich seit ihrer Gründung ebenfalls als wichtige Achse zum östlichen Europa. Ausdruck dieses Selbstverständnisses sind Einrichtungen wie das Europaeum der Universität Regensburg.

Spannende Filmszene

Die Idee zu diesem Festival ist in München entstanden und hatte dort unter der Organisation des Tschechischen Zentrums München im Herbst 2016 sein Debüt. Im Jahr 2017 entwickelten das Tschechische Zentrum und das Europaeum schließlich ein gemeinsames Konzept, um das Filmfestival gleichzeitig in München und Regensburg stattfinden zu lassen. Dieses Jahr findet das "Mittelpunkt Europa"-Festival als Auftaktveranstaltung zum Jahr des kulturellen Erbes 2018 in Regensburg statt.

Obwohl gerade Länder wie Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn seit vielen Jahren über eine spannende und lebendige Filmszene verfügen, gehören Filme aus Osteuropa eher zur Randerscheinung in Deutschland. Das Filmfest "Mittelpunkt Europa" möchte diese Lücke schließen und die Region Mittelosteuropa durch das Prisma des Films in den Fokus rücken.

Ziel ist es, die gesamte Bandbreite der mitteleuropäischen Kinematografie vorzustellen - sowohl Spiel- und Dokumentarfilme als auch Kurzfilme. Der Schwerpunkt liegt auf dem zeitgenössischen Filmschaffen. Das Filmprogramm wird nach Aktualität, Exklusivität (Deutschland- oder Bayernpremieren), Qualität (internationale Auszeichnungen) und inhaltlichen Kriterien zusammengestellt. Durch die Einladung von Regisseuren, Filmproduzenten und Vertretern von Filmhochschulen soll das Filmfest für die Besucher zu einem lebendigen Ort des Austauschs und des Dialogs werden.

Diskussionsstoff

In einem Rahmenprogramm wird in Filmgesprächen, einer Podiumsdiskussion und eines Workshops für Studierende der Universität Regensburg neben vielen anderen Aspekten auch der Frage nachgegangen, weshalb Filme aus dem östlichen Europa so selten in den Repertoires deutscher bzw. westeuropäischer Kinos zu finden sind.

Den Anfang macht der polnische Film "The Last Family" , der am Sonntag, 4. März (18.30 Uhr), gezeigt wird. Spiel- und Veranstaltungsort für sämtliche Filme, Filmgespräche und die Podiumsdiskussion ist die Filmgalerie im "Leeren Beutel". Im Anschluss findet die Eröffnung statt. Insgesamt werden bis Mittwoch, 7. März, sieben Langfilme und sieben Kurzfilme aus den Ländern Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Belarus gezeigt.

Der Film "The White Wolrd According To Daliborek" des 37-jährigen tschechischen Regiesseur Vít Klusák wird am Montag, 5. März (18.30 Uhr), gezeigt. Eine Podiumsdiskussion mit vier Vertretern der Film(hoch)schulen in Lódz, Prag, Bratislava und Budapest gibt Auskunft über die Filmszenen in ihren Ländern und suchen Antworten, weshalb der osteuropäische Film in Deutschland ein Schattendasein führt. Um 21 Uhr wird das polnische Krimidrama "I'm a Killer" gezeigt.

Am Dienstag, 6. März (18.30 Uhr), ist der Regisseur des US-Amerikanischen Films "1945" , Fernec Török, in Regensburg zu Gast. Im Anschluss, um 21 Uhr, wird der tschechische Film "The Teacher" gezeigt.

Der slowakische Thriller "The Line" wird am Mittwoch 7. März (18.30 Uhr), gezeigt. Der Regisseur Peter Bebjak ist zu Gast. Auch der russische Regisseur des Films "Garash" , Andrei Kureichik, steht den Gästen ab 21 Uhr in Regensburg für Gespräche zur Verfügung.

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Weitere Informationen:

www.mittelpunkteuropa.eu
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