21.04.2007 - 00:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

Hubert von Goisern als Kulturbotschafter für Linz 2009 - In Regensburg mit an Bord: Haindling Drei Jahre Fluss-Tournee auf der Donau

von Susanne WolkeProfil

Es ist ein Projekt, wie es noch keines vorher gab: drei Jahre, 14 Länder, 50 Konzerte. Hubert von Goisern ist als Weltenbummler bekannt, aber das sind Dimensionen, die selbst ihn manchmal erschrecken, wie er zugibt. Als Botschafter für Linz, Kulturhauptstadt 2009, will er drei Jahre lang auf Fluss-Tournee gehen: die Donau hinunter bis zum Schwarzen Meer und anschließend auf den Strömen Europas zurück bis Rotterdam.

29. Juni im Hafen

Eine Station dieser Linz-Europa-Tour wird auch Regensburg sein - genauer gesagt, der Regensburger Hafen. Wie an allen anderen Orten auch, wird Hubert von Goisern dort am 29. Juni auf einem zur Bühne umgebauten Frachtschiff spielen. Bei einer Pressekonferenz in den Regensburger Räumen des Bayerischen Rundfunks, der die Tour präsentiert, stellte der österreichische Musiker sein Projekt vor.

"Das Prinzip ist, vom Schiff aufs Land zu spielen", so Hubert von Goisern. "Auf dem Schiff ist die Bühne, auf dem Land das Publikum." Sein Wunsch in Regensburg sei es eigentlich gewesen, direkt an der Steinernen Brücke aufzutreten - "aber das war leider nicht möglich". Dennoch freue er sich auf das Konzert in dieser Stadt, "die einen Charme hat, wie nur wenig andere Städte."

Vorfreude herrscht auch bei Hans-Jürgen Buchner von Haindling. Die bayerische Kultband, die dieses Jahr ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert, wird in Regensburg gemeinsam mit dem Mundartkollegen von Goisern auf der Bühne stehen. Denn ob Deutschland, Bulgarien oder die Ukraine - in allen angesteuerten Ländern will Hubert von Goisern den Kontakt mit einheimischen Künstlern suchen.

Hubert von Goisern und Haindling - "ein Treffen, das man getrost als ein Gipfeltreffen der Alpenrock-Stars bezeichnen kann", wie der Bayerische Rundfunk wirbt. Die Voraussetzungen für den Verkauf der rund 5000 verfügbaren Karten sind also gut. Über den weiteren Verlauf der Tour dagegen kann Hubert von Goisern nur spekulieren.

Unbekannte Gebiete

Immerhin sind es teils völlig unbekannte Gebiete, in die er und seine 25-köpfige Truppe aufbrechen: Bulgarien, Rumänien oder die Ukraine - Regionen, in denen teils noch nie ein populärmusikalisches Konzert stattgefunden hat. "Ich hoffe, dass es uns gelingt, die Leute davon zu überzeugen, dass sie hingehen und sich das anhören", sagt Hubert von Goisern. "Es sind ja immer auch regionale Künstler dabei, die sie kennen. Und außerdem kostet es nichts."

Letzteres gilt allerdings nur für Osteuropa. Das westliche Publikum dagegen muss zahlen. "Wir müssen das ja auch irgendwie finanzieren", verteidigt sich von Goisern. Im Gegensatz zu all seinen vorherigen Touren sei das Projekt ohnehin schon auf Zuschüsse angewiesen. Ein Drittel der Kosten übernimmt die künftige Kulturhauptstadt Linz. Die ist nicht nur Ausgangspunkt sondern auch Zentrum des Projekts. Unter dem Motto "Back home" soll dort im Sommer 2009 das finale Fest der Expedition stattfinden.

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